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Wortschatzlernen in bilingualen Schulen und Kindertagesstätten

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Anja Steinlen and Thorsten Piske

Das Buch präsentiert Forschungsergebnisse zur Wortschatzentwicklung bei Lernern in Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen mit bilingualem Unterricht bzw. bilingualer Betreuung. Der Band verdeutlicht, wie sich bilingualer Unterricht/bilinguale Betreuung auf das Wissen um Wörter in mehr als einer Sprache auswirken, und weist gleichzeitig auf Unterschiede und Parallelen zwischen dem Wortschatzerwerb im Erst- und Zweitspracherwerb hin. Einige der Kapitel gehen darüber hinaus der Frage nach, welche Strategien Betreuungs- und Lehrkräfte anwenden sollten, um den Erwerb lexikalischen Wissens kontinuierlich und unter Berücksichtigung inhaltlicher Anforderungen effektiv bei bilingualen Lernern fördern zu können.
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Einführung in den Band

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In den vergangenen 30 Jahren ist in der Forschung das Interesse an der Wortschatzentwicklung im Zweit- bzw. Fremdsprachenerwerb (im Folgenden auch als L2-Erwerb bezeichnet) stetig gewachsen. Dabei wurde deutlich, dass die Wortschatzentwicklung als zentrale Komponente des L2-Erwerbs einen wichtigen Einfluss auch auf andere Entwicklungsbereiche ausübt, etwa auf das Hörverständnis (z. B. Elsner 2007), die Grammatik (z. B. van Hout et al. 2003) oder auf die Lese- und Schreibfähigkeiten (z. B. Durgunoglu / Goldenberg 2010).

Der Wortschatzerwerb im institutionellen bilingualen Rahmen ist in Deutschland bisher nur in einigen Studien erörtert worden, von denen die Mehrzahl in Kindertagesstätten durchgeführt worden sind, in denen man sich bei der Umsetzung der bilingualen Betreuung vor allem an dem aus Kanada bekannten Ansatz der frühen Immersion1 (vgl. z. B. Wode 1995; Burmeister 2013) orientiert: So hat z. B. Rohde (2010) den Erwerb des rezeptiven Lexikons mit Hilfe des standardisierten British Picture Vocabulary Scale (Dunn et al. 1997) untersucht und u. a. festgestellt, dass nicht nur deutsche Kinder, sondern auch Kinder mit einem so genannten Migrationshintergrund von frühen Immersionsprogrammen profitieren. Weitz et al. (2010) haben darüber hinaus zeigen können, welche Rolle sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte des L2-Inputs in diesem Zusammenhang spielen (siehe z. B. auch Spada / Fröhlich 1995 zur Entwicklung eines Beobachtungsbogens zur Inputqualität im fremdsprachlichen Unterricht). In einer Monographie zum Elementarbereich untersuchte Rohde (2005) das Prinzip der lexikalischen Strategien anhand von Kindern aus einem bilingualen Kindergarten....

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