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Galizien als Kultur- und Gedächtnislandschaft im kultur- und sprachwissenschaftlichen Diskurs

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Anna Hanus and Ruth Maloszek

Galizien ist eine historische Landschaft zwischen Polen und der Ukraine, die stark von der österreichischen Teilungszeit geprägt ist. Obwohl sie als administratives Gebiet nur bis 1918 Bestand hatte, wirkt Galizien in vielfältiger Weise bis heute nach. Dieses Buch setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten der Nachwirkung Galiziens in Sprache, Literatur und Gesellschaft auseinander. Die Beiträge untersuchen, wie der Begriff Galizien und was damit verbunden ist heute erinnert und instrumentalisiert werden und was das Galizische historisch ausgemacht hat.
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Ukraine: eine Reise ins memoriale Wunderland

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Будучи в Израиле, Виктор Ющенко засунул записку в Стену Плача. Стена прочитала записку и, плача, высунула обратно.1 (Eine ukrainische Anekdote aus dem Jahr 2010)

Abstract Der vorliegende Überblick gilt einem tiefen Erinnerungskonflikt, der die Ukraine vor eine Zerreißprobe gestellt und ihre demokratische Konsolidierung verhindert hat. Er handelt von der paradoxen Koexistenz antagonistischer Erinnerungsdiskurse: Sowjetnostalgie und Bandera-Kult, die Andriy Portnov als „situational“ oder „chaotic pluralism“ zu fassen suchte. Während der „multivektorale Charakter“ (Volodymyr Kulyk) der ukrainischen Gesellschaft Anfang der 1990er als Vorzeichen eines genuinen kulturellen Pluralismus (Marko Pavlyshyn) gesehen wurde, führten die unreflektierten totalitären Elemente im historischen Diskurs der 2000er Jahren zu erbitterten Erinnerungskriegen („memory wars“) und politischer Polarisierung innerhalb und außerhalb des Landes. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Literatur, öffentlichem Raum, Bildern und Pop-Kultur wird die Entwicklung der ukrainischen Erinnerungskultur von der Perestroika bis in die Gegenwart verfolgt. Angesichts der auffälligen Präsenz historischer Symbole bei den Konfliktparteien in der Ostukraine wird die Habermas’sche These über die „doppelte Aufarbeitung“ der Vergangenheit aufgegriffen und als möglicher Ausweg aus dieser postsowjetischen memorialen und politischen Krise diskutiert.

Ukraina: podróż do magicznej krainy czarów Niniejszy artykuł ma formę przeglądową i poświęcony jest głębokiemu konfliktowi pamięci, który wystawił Ukrainę na próbę rozpadu i nie dopuścił do jej demokratycznej konsolidacji. Materiał opisuje paradoksalne współistnienie antagonistycznych dyskursów pamięci: nostalgię sowiecką i kult Bandery, które Andriy Portnov próbował określić mianem „situational“ bądź „chaotic pluralism“. ← 167 | 168 → Podczas gdy „multiwektoralny Charakter“ (Volodymyr Kulyk) społeczeństwa...

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