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Die russische Aktiengesellschaft

Darstellung aus Sicht des ausländischen Investors

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Florian Plagemann

Die Arbeit stellt die russische AG und die ihr zugrundeliegenden Gesetze umfassend dar. Sie vermittelt dem ausländischen Investor einen Eindruck von Investitionschancen und -risiken, indem sie die AG von anderen Gesellschaftsformen abgrenzt und u.a. Organisation, Kapitalstruktur, Haftung und Rechtsfähigkeit im Einzelnen beschreibt. Die Untersuchung zeigt, dass die gesellschaftsrechtliche Kodifizierung in Russland einen soliden gesetzlichen Rahmen für eine ausländische Investition bildet, zumal es in Problemfällen möglich ist, mittels satzungsmäßiger Gestaltung und einzelvertraglichen Nebenabreden gegenseitige Verpflichtungen zu schaffen, die ein Engagement im russischen Rechtsraum in gesellschaftsrechtlicher Hinsicht kalkulierbarer machen.
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G. Zusammenfassende Thesen

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1. Entsprechend dem positivistischen Ansatz gilt in Russland (nicht nur im russischen Aktienrecht) Vertragsautonomie, soweit dies gesetzlich ausdrücklich vorgesehen ist. In allen anderen Fällen sind die gesetzlichen Regelungen unabdingbar.

2. Bei Gründung einer Tochtergesellschaft auf russischem Hoheitsgebiet ist der ausländische Investor auf die russischen Gesellschaftsformen beschränkt. Hier bieten sich als Gesellschaftsformen für Unternehmen eines ausländischen Investors lediglich die GmbH sowie die AG an.

3. Eine Vor-Gesellschaft als Rechtsträger existiert im russischen Recht nicht. Rechtsfähigkeit erlangt die Gesellschaft erst nach Leistung von 50 % des Satzungskapitals. Daher sollte ein Ansparkonto eingerichtet werden, um die Einlagenleistung schon vor Eintragung zu ermöglichen. Gleichzeitig sollte der Geschäftsbetrieb erst nach Registrierung und Einlagenleistung aufgenommen werden. Die Gesellschaft ist grundsätzlich voll rechtsfähig. Die Rechtsfähigkeit kann aber satzungsmäßig beschränkt werden, um wirtschaftliche Risiken zu minimieren.

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