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Handschrift und Körpernotation

Schriftliche und mündliche Überlieferungen von Kirchenmusik in Kamerun

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Nepomuk Riva

Wie verändert sich afrikanische Kirchenmusik, wenn sie aufgeschrieben wird? Wie gelingt es Dorfchören, Lieder mündlich zu überliefern? Im Mittelpunkt dieses Buches steht das Werk des Kameruner Dorfpfarrers Elias E. Ngole (1913-2005). Ausgehend von der britischen Tonic Sol-fa Solmisationsschrift hat er eine Notation für seine Lieder entwickelt. Der Autor rekonstruiert das System dieser Notenschrift und analysiert die Techniken der mündlichen Übermittlung, die vor allem durch eine spezialisierte Gestik gesichert wird. Das Buch ist eine musikethnologische Studie über eine Musikpraxis im Bakossi-Gebiet, die neben Klang und Sprache die Körperbewegungen mit einbezieht. Zugleich bietet sie viele Vergleichspunkte zu Fragen der Entstehung von Musiknotationen überhaupt.
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Danksagung

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Die Feldforschungen zu dieser Arbeit fanden im tropischen Regenwald im Bakossi-Gebiet in West-Kamerun statt. Für einen Europäer ist dies eine unübersichtliche Gegend mit wenigen Aussichtspunkten und schwierigen Straßenverhältnissen. Auf den Weg geschickt hat mich Prof. Dr. Dr. Heinrich Balz mit seinen Forschungen als Vorwissen und Ngoles Notationen als Landkarte. Unterstützt hat mich Dr. Armin Zimmermann durch Ratschläge und das Netzwerk seiner Feldforschungen in der Region. Mein Reisebegleiter Abel Epoge führte und vermittelte für mich, Rev. David Ngole fertigte Übersetzungen der Lieder an. Immer wieder begegnete ich Personen auf meiner Reise, die mich unterstützten und meiner Forschung neue Wege öffneten. Erwähnt seien Dr. Robert Hedinger, der mir bei linguistischen Fragen wertvolle Hinweise gegeben hat, Samuel Ejedepang-Koge, der ein wichtiger Gesprächspartner war, und Dr. Jonas Dah, der mir Einblick in seine private Bibliothek gab. Die Gemeinden im Bakossi-Gebiet waren stets gastfreundlich, viele Pfarrer und Chiefs öffneten bereitwillig alle Türen und Kirchen. Die Chöre waren unermüdlich beim Singen und fröhlich im alltäglichen Zusammensein. Für die Zeit in Nlog, in Ngomboku, in Muebah, in Tombel und in Kumba sei allen mein Dank ausgesprochen.

Die innerafrikanischen Vergleiche in dieser Arbeit beziehen sich neben ausgewählter Literatur auf Vergleichsstudien in Südafrika. Prof. Dr. Bernhard Bleibinger und Prof. Dr. Dave Dargie an der Universität Fort Hare halfen mir bei Recherchen vor Ort. Die Forschungen und Archivbesuche wären ohne die finanzielle Unterstützung...

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