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Hegel in der Kritik zwischen Schelling und Marx

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Wolfdietrich Schmied-Kowarzik

Dieses Buch thematisiert, auf zentrale Fragestellungen Hegels bezogen, die beiden grundlegendsten Kritiken seines absoluten Idealismus. Hegels Dialektik ist der Versuch, den Geist als das Übergreifende über sich als Denken und sein Anderes, das Sein, zu begreifen. Doch kann der Geist in dieser Dialektik das Sein immer nur als Gegenstand des Denkens fassen, nicht aber als eigenständige Wirklichkeit, der es selbst mit angehört. Dies arbeitet Schelling in seiner Auseinandersetzung mit der Logik seines Jugendfreundes Hegel heraus und expliziert dies insbesondere am Problembereich der Naturphilosophie. Unabhängig davon kommt etwas später Marx zu einer ganz ähnlichen Kritik, die er vor allem an Problemstellungen der Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie darlegt.
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15. Hegel und die Pädagogik

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1981, im 150. Jahr nach Hegels Tod, fanden eine Reihe von Tagungen statt, die sich mit dem verschiedensten Aspekten der Hegelschen Philosophie befassten, darunter auch einige, die Hegels Bezug zur Pädagogik und seine Ansätze zu einer Bildungstheorie würdigten. Zu der wichtigsten dieser Veranstaltungen hatte Wilhelm Raimund Beyer Philosophen und Erziehungswissenschaftler nach Nürnberg zusammengerufen, um hier in unmittelbarer Sichtweite des Egidien-Gymnasiums, an dem Georg Wilhelm Friedrich Hegel von 1808 bis 1816 als Pädagoge wirkte und nebenher sein wohl bedeutendstes philosophisches Werk, die Wissenschaft der Logik, schrieb, an Hegel als pädagogischen Praktiker und als Lehrer der Philosophie zu erinnern.

Durch Vermittlung von Friedrich Immanuel Niethammer war Hegel 1808 „zum Rektor des Gymnasiums“ in Nürnberg „und zum Professor der philosophischen Vorbereitungswissenschaften bei demselben allergnädigst ernannt“ worden; 1813 wird er zudem noch Lokalschulrat. Acht Jahre lang war Hegel also praktisch-pädagogisch als Gymnasiallehrer, als Schulleiter und in der Schulverwaltung tätig. Von dieser Tätigkeit zeugen die alljährlichen Preisverleihungsreden, die Gutachten zum Philosophieunterricht an Gymnasien, die Entwürfe und Mitschriften seiner Kurse in philosophischer Vorbereitungswissenschaft in den verschiedenen Klassen, sowie die Dokumente seines schulpolitischen Wirkens in Nürnberg in Form von Gutachten, Berichten und Eingaben.

Aber berechtigt diese praktisch-pädagogische und schulpolitische Tätigkeit, von „Hegel und die Pädagogik“ zu sprechen? Und was hat diese historische Rückbesinnung auf Hegel mit der heutigen Situation des Lehrerberufs und mit der Philosophie als Unterrichtsfach zu tun?

Im bewussten Gegensatz zum...

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