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Hegel in der Kritik zwischen Schelling und Marx

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Wolfdietrich Schmied-Kowarzik

Dieses Buch thematisiert, auf zentrale Fragestellungen Hegels bezogen, die beiden grundlegendsten Kritiken seines absoluten Idealismus. Hegels Dialektik ist der Versuch, den Geist als das Übergreifende über sich als Denken und sein Anderes, das Sein, zu begreifen. Doch kann der Geist in dieser Dialektik das Sein immer nur als Gegenstand des Denkens fassen, nicht aber als eigenständige Wirklichkeit, der es selbst mit angehört. Dies arbeitet Schelling in seiner Auseinandersetzung mit der Logik seines Jugendfreundes Hegel heraus und expliziert dies insbesondere am Problembereich der Naturphilosophie. Unabhängig davon kommt etwas später Marx zu einer ganz ähnlichen Kritik, die er vor allem an Problemstellungen der Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie darlegt.
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16. Erfüllung und Ende der „ersten Philosophie“. Eine Auseinandersetzung mit Hegels Begriff der Geschichte der Philosophie

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Zu seinem System der Philosophie hat Hegel selber zwei Zugänge geschaffen: 1. die Phänomenologie des Geistes, jene „eigentümliche“ Wendeltreppe des Eingangs und Anfangs, die das subjektive Bewusstsein die Stufen seiner Erfahrung und Bildung dialektisch über sich hinaus zum „absoluten Wissen“ steigen lässt, von dem aus dann das System der Philosophie mit der Logik beginnt, und 2. die breite Serpentinenstraße der Geschichte der Philosophie, die ganz am Ende des Systems mündet, dort wo die Philosophie als die höchste und letzte Stufe des Systems sich als sich wissender Geist in den Anfang der Logik zurückschlingt. Von dieser Serpentinenstraße aus ergeben sich uns nicht nur einige herrliche Panoramaausblicke über die zurückliegende Höhenlandschaft der Philosophiegeschichte, sondern auch immer deutlicher werdende Aufblicke zum näher rückenden Systemmassiv selbst.

Auf diesem Kongress, der sich vornehmlich mit Fragen der Wirkungsgeschichte der Philosophie Hegels beschäftigt, möchte ich mich daher zunächst von dieser Serpentinenstraße aus dem System Hegels nähern, nicht indem ich die ganze Strecke durchlaufe, sondern lediglich indem ich den von Hegel in der Einleitung seiner Vorlesung entwickelten Begriff der Geschichte der Philosophie erörtere.

Hegel war es, der die Geschichte der Philosophie zu einer philosophischen Disziplin erhob (Hegel 18, 50; 20, 479). Zwar müssen wir – aus historischer Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang auch an Schleiermachers Vorlesungen zur antiken Geschichte der Philosophie und Schellings Vorlesungen Zur Geschichte der neueren Philosophie erinnern, aber sicherlich hat niemand die Bestimmung...

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