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«Wissenschaftliche Transdisziplinarität» – Ein philosophischer und ethisch-kritischer Diskurs

Emergent vernetzt: Neuroscience – Moderne Biologie im 21. Jahrhundert – Künstliche Intelligenz – Robotik – Superintelligenz – Cyber-Age

Harda Distrid Miebach

Die wissenschaftlich-technische rasante Entwicklung hat begonnen, die traditionellen Grenzen zwischen der unbelebten Technik und dem Reich des Lebendigen durchlässiger zu gestalten. Im Kontext z.B. der Künstlichen Intelligenz sind die Erfolge unbestritten. Die Kreation von Intelligenz auf dem Niveau des Menschen und darüber hinausreichend, könnte laut Stuart Russell und Peter Norvig aber das Leben der Menschheit als Ganzes stark verändern, ja sogar die menschliche Autonomie, Freiheit und das Überleben direkt bedrohen. Im Nexus der Frage, ob der homo sapiens auf dem Weg zum künstlichen Leben unterwegs ist, gilt es, einen weiteren Horizont zu öffnen. Es geht primär darum, was wir wissen müssen und wovon wir wissen können, dass es möglich sein wird, um mit Blickrichtung auf die Zukunft richtig zu entscheiden. Dies ist eine erkenntnistheoretische Perspektive, bei der, Wilhelm Vossenkuhl folgend, das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft im Vordergrund steht.
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Schlussbemerkungen

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Schlussbemerkungen

Vor rd. acht Jahren, also um 2007/2008 – gerade promoviert mit Rentnerinnenstatus – (Dolmetscher-Dipl. u. BWL-Studium in jungen Jahren), ging es darum den gewonnenen geistigen Freiraum zu nutzen, um zu erkunden: Befinden wir uns tatsächlich inmitten des vielzitierten Paradigmenwechsels? Wenn ja, welche Auswirkungen hat er auf die menschliche Gesellschaft und in Bezug auf die Verantwortungsübernahme für zukünftige Generationen?

Der vorausgegangene wissenschaftliche Dialog: ′Die Winzigkeit des humanen Seins′ konträr, dual und immanent zur (Un)-Endlichkeit des Raumes und der Zeit: ein ethischer Fokus′, behandelt den emergent vernetzten Mikro- und Makrokosmos und im aktuellen Diskurs: ′Wissenschaftliche Transdisziplinarität′ konnte herausgefiltert werden, wie naturwissenschaftliche Disziplinen untereinander verstärkt vernetzt agieren und man sich parallel dazu den Geisteswissenschaften annähert, d. h. eng miteinander kommuniziert. Herausragende Beispiele solcher Aktivitäten sind das initiierte europäische ′Human Brain Project′und komplementär dazu das US ′Brain Activity Map Project′sowie das astrophysikalische Projekt des CERN-Zentrums in Genf, Schweiz, und Brookshaven, USA (s. a. IV. Kapitel, 3.6.5. / 4.4. und 4.6.). In diesem Nexus hebt Helmut Satz (2013, S. 203) sachzentriert – die Physik betreffend – hervor: ″Die beobachtete Universalität emergenten kollektiven Verhaltens bringt uns eine ganz neue Form von grand unification.″

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