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«Wissenschaftliche Transdisziplinarität» – Ein philosophischer und ethisch-kritischer Diskurs

Emergent vernetzt: Neuroscience – Moderne Biologie im 21. Jahrhundert – Künstliche Intelligenz – Robotik – Superintelligenz – Cyber-Age

Harda Distrid Miebach

Die wissenschaftlich-technische rasante Entwicklung hat begonnen, die traditionellen Grenzen zwischen der unbelebten Technik und dem Reich des Lebendigen durchlässiger zu gestalten. Im Kontext z.B. der Künstlichen Intelligenz sind die Erfolge unbestritten. Die Kreation von Intelligenz auf dem Niveau des Menschen und darüber hinausreichend, könnte laut Stuart Russell und Peter Norvig aber das Leben der Menschheit als Ganzes stark verändern, ja sogar die menschliche Autonomie, Freiheit und das Überleben direkt bedrohen. Im Nexus der Frage, ob der homo sapiens auf dem Weg zum künstlichen Leben unterwegs ist, gilt es, einen weiteren Horizont zu öffnen. Es geht primär darum, was wir wissen müssen und wovon wir wissen können, dass es möglich sein wird, um mit Blickrichtung auf die Zukunft richtig zu entscheiden. Dies ist eine erkenntnistheoretische Perspektive, bei der, Wilhelm Vossenkuhl folgend, das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft im Vordergrund steht.
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Einleitend-übergreifender Denkansatz

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Einleitend-übergreifende Denkansätze zu:

Transdisziplinär-wissenschaftliche Herausforderungen der Gegenwart: Robotisierung →  / Overshoot → Nachhaltige Entwicklung → Biofakte / Cyborg → iPS → Dreidimensionales Drucken → Denkwende → Gerechte Zukunftsgestaltung → Wert des Lebens

Die herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten u. a. der Neuroscience, Molekularbiologie, Medizin, Neurophilosophie, Entwicklungspsychologie, Ökologie mit fortschreitenden empirischen Forschungsergebnissen auch aus der Physik und Chemie und anschließender Umsetzung in anwendungstechnische Ingenieurleistungen agieren als Hoffnungsträger. Die Hirnforschung in Verknüpfung mit der Künstlichen Intelligenz und die einhergehende Robotertechnologie, die Cyborg-Forschung sowie die sich anbahnende Superintelligenz werden hingegen im 21. Jahrhundert – und dies gilt es herauszuarbeiten – auf Grund ihrer Ambivalenz zu einer der größten transdisziplinär-wissenschaftlichen Herausforderungen der Menschheit werden. Technologische Umbrüche, die durch die Digitalisierung und Vernetzung, durch die Beschleunigung der Kommunikation und Datenverarbeitung, durch die weitreichende Automatisierung, Robotisierung und immer ′intelligenter′ werdende Algorithmen eintraten, werden auch in Zukunft zu einem der prägenden Kernprobleme unserer Arbeitswelt. Immer neue Technologiewellen führten vor und insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert und verstärkt auch in den zurückliegenden Dekaden des 21. Jahrhunderts teils zu dramatischen gesellschaftlichen Umwälzungen, die oftmals zu großen persönlichen Einbrüchen, Ungerechtigkeiten und Machtverschiebungen führten. Es war zu beobachten, wie etablierte Lebens-, Arbeits- und Denkgewohnheiten binnen weniger Jahre obsolet wurden. Mit der Beschleunigung der täglichen Abläufe gingen aber auch neue Bequemlichkeiten und partieller Wohlstand einher. Dennoch wir befinden uns – und dies ist beängstigend – erst am Anfang einer weiteren Beschleunigung der rechnergestützten Automatisierung und Robotisierung, die sich...

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