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Sicherheitsforschung im Dialog

Beiträge aus dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Saskia Steiger, Lars Gerhold and Jochen Schiller

Das Buch ist eine Einführung in das interdisziplinäre Thema der Sicherheitsforschung und eine Aufforderung zu einem kritischen Dialog über eine neue Sicherheitskultur in unserer Gesellschaft. Expertinnen und Experten stellen in diesem Sammelband das Themenspektrum der Öffentlichen Sicherheit vom technisch Möglichen bis hin zum gesellschaftlich Akzeptierten dar und diskutieren aus naturwissenschaftlich-technischer als auch geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Die Publikation ist hervorgegangen aus einer Ringvorlesung mit dem Titel Wie sicher wollen wir leben? Sicherheitsforsc hung im Dialog, die im Wintersemester 2013/14 im Rahmen des Offenen Hörsaals an der Freien Universität Berlin durchgeführt wurde. Ziel der Vorlesung war es, den durch das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit initiierten und fachlich ausdifferenzierten Diskurs um Sicherheit in die interessierte Öffentlichkeit zu tragen und einen Beitrag zum Wissenstransfer zu leisten.
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Kommunikation? – Aber sicher! Onlinevermittelte Krisenkommunikation und ihre Auswirkungen auf Journalismus, Bevölkerung und Organisationen

Dynamisierung der öffentlichen (Krisen-)Kommunikation

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Verschiedene sozialwissenschaftliche Disziplinen befassen sich mit Sicherheit und Unsicherheit (vgl. z. B. Gerhold & Schiller 2012; Lange, Wendekamm & Endreß 2014). Für die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft stellt sich die Frage, wie „Sicherheit“ und mehr noch ihre rein logische Entsprechung „Unsicherheit“ öffentlich vermittelt und diskutiert werden. Sicherheit ist gleichwohl keine genuin kommunikationswissenschaftliche Kategorie. Es existiert kein etabliertes Forschungsfeld „Sicherheitskommunikation“, anders als beispielsweise in der Politikwissenschaft, in der es ein Politikfeld und entsprechend auch ein Forschungsfeld „Sicherheitspolitik“ gibt. Vielmehr sind Sicherheit und Unsicherheit bezeichnend für bestimmte Formen der öffentlichen Kommunikation, nämlich der Krisenkommunikation. Denn es sind gerade Krisen, die sich durch ein hohes Maß an Unsicherheit über ihre Ursachen, Konsequenzen und Bewältigungsformen auszeichnen. Insofern sind Sicherheit und Unsicherheit in der Kommunikationswissenschaft insbesondere im Forschungsfeld Krisenkommunikation zu verorten. Kommunikationswissenschaftler erforschen verschiedene Aspekte der Krisenkommunikation, z. B. wie Krisen in der journalistischen Berichterstattung dargestellt werden, wie Personen Krisen wahrnehmen oder wie Organisationen über Krisen kommunizieren. Zudem finden in der diesbezüglichen Forschung neue Kommunikationstechnologien zunehmend Beachtung.

Vor diesem Hintergrund eruiert der folgende Beitrag die Bedeutung von Sicherheit und Unsicherheit im Kontext der Krisenkommunikation. Darüber hinaus soll eine weitere Schwerpunktsetzung vorgenommen werden: Krisenkommunikation lässt sich heutzutage ebenso wie die öffentliche ← 51 | 52 → Kommunikation insgesamt nur noch unter Berücksichtigung der Digitalisierung unserer Gesellschaft und des daraus resultierenden Medienwandels, in dem wir uns derzeit befinden, betrachten. Deshalb richten wir unser Augenmerk vor allem auf die Bedeutung von Sicherheit und Unsicherheit im Rahmen der onlinevermittelten Krisenkommunikation. Wir...

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