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Sicherheitsforschung im Dialog

Beiträge aus dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Saskia Steiger, Lars Gerhold and Jochen Schiller

Das Buch ist eine Einführung in das interdisziplinäre Thema der Sicherheitsforschung und eine Aufforderung zu einem kritischen Dialog über eine neue Sicherheitskultur in unserer Gesellschaft. Expertinnen und Experten stellen in diesem Sammelband das Themenspektrum der Öffentlichen Sicherheit vom technisch Möglichen bis hin zum gesellschaftlich Akzeptierten dar und diskutieren aus naturwissenschaftlich-technischer als auch geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Die Publikation ist hervorgegangen aus einer Ringvorlesung mit dem Titel Wie sicher wollen wir leben? Sicherheitsforsc hung im Dialog, die im Wintersemester 2013/14 im Rahmen des Offenen Hörsaals an der Freien Universität Berlin durchgeführt wurde. Ziel der Vorlesung war es, den durch das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit initiierten und fachlich ausdifferenzierten Diskurs um Sicherheit in die interessierte Öffentlichkeit zu tragen und einen Beitrag zum Wissenstransfer zu leisten.
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Offener und verdeckter Einsatz technischer Ermittlungswerkzeuge zwischen Theorie und Praxis

Hintergrund: Das öffentliche Wissen über technische Ermittlungswerkzeuge

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In diesem Beitrag geht es um Techniken der Überwachung. Dies ist im Lichte der Diskussion um die NSA ein aktuelles Thema, da öffentlich die Frage gestellt wird, wie weit wir im Bereich der digitalen Welt noch von der Totalüberwachung entfernt sind. Bezogen wird sich dabei stets auf die Überwachungsmöglichkeiten der Geheimdienste. In diesem Beitrag möchte ich mich jedoch auf die Überwachungswerkzeuge der Strafverfolgungsbehörden konzentrieren, deren Anwendung deutlich schärferen und transparenteren Regeln unterliegt.

Es gibt aber auch noch eine dritte Akteursgruppe, die im Kontext meiner Betrachtungen eine Rolle spielt. Diese bilden die multinationalen Internetkonzerne wie Google, Apple und Microsoft. Dazu habe ich in verschiedenen Kontexten jeweils ein Experiment mit den Auditorien meiner Vorträge gemacht. Ich bat alle Zuhörer, die ein internetfähiges Gerät bei sich führten, den Suchbegriff „moon landing“ in die von ihnen standardmäßig benutzte Suchmaschine einzugeben. Ich selbst führte die gleiche Aktion in einem Browser eines frisch installierten Ubuntu-Systems durch. Das Ergebnis meiner Suche war erwartungsgemäß: Alle Treffer beschäftigten sich mit der Landung der Amerikaner auf dem Mond im Juni 1969. Ich ging mit dem Publikum schrittweise dessen Trefferliste durch. Der erste Treffer, der englische Wikipedia-Eintrag „Moon landing“, stimmte noch bei allen mit meinem überein. Der zweite Treffer war jedoch bei der Mehrheit der Zuhörer ein anderer, nämlich ein Verweis auf das neue Album des britischen Singer-Songwriters James Blunt, das ebenfalls den Namen „Moon Landing“ trägt. ← 131 | 132 →

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