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Japanisches Recht im Vergleich

Erstes Symposium zum japanischen Recht für Nachwuchswissenschaftler an der Universität Augsburg – Deutsch-Japanischer Strafrechtsdialog –ドイツ – 日本 刑法に関する対話

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Henning Rosenau and Oliver Schön

Vom 24. bis 26. Januar 2014 fand das erste Symposium zum japanischen Recht für Nachwuchswissenschaftler an der Universität Augsburg statt. Neun Wissenschaftler aus unterschiedlichen juristischen Fachgebieten, die sich mit dem deutsch-japanischen Rechtsvergleich beschäftigen, stellen in diesem Band die Erkenntnisse ihrer Arbeit vor. Die Themenbereiche sind breit gestreut und reichen vom Eisenbahnrecht bis zum Strafrecht. Durch diesen Ansatz treten die Unterschiede wie auch die Bezüge zwischen den beiden Rechtsordnungen deutlich hervor.
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Die Lehre des ärztlichen Heileingriffs im Strafrecht – Problemübersicht aus der Perspektive des deutschen und japanischen Rechts

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A. Einleitung

Im Strafrecht wurde die ärztliche Heilbehandlung bzw. der ärztliche Heileingriff1 bisher als ein Prüfstein der Verbrechenslehre behandelt, wie z. B. die Lehre vom Tatbestand, Rechtsgut und Ausschluss der Rechtswidrigkeit, weil ein solcher Heileingriff die wichtige Problematik beinhaltet, dass notwendigerweise in den menschlichen Körper und in die Gesundheit eingegriffen wird. In Deutschland haben namhafte Strafrechtler diesen Problemkreis konkret besprochen und diskutiert.

Dagegen gibt es weniger Diskussionen dazu in Japan, weil die japanische Strafjustiz bisher für § 248 jStPO das Opportunitätsprinzip angewandt hat, und es bisher keine Strafrechtsjudikatur gibt, in der es unmittelbar um das Problem ← 85 | 86 → ärztlicher Behandlung geht.2 Die Literatur hat sich dementsprechend mit diesem Problemkreis nicht genügend beschäftigt. In den letzten Jahren wurden ärztliche Behandlungen aber strafrechtlich verfolgt und damit hat man die Ausgangsbasis einer strafrechtswissenschaftlichen Erörterung des ärztlichen Eingriffs geschaffen.

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