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Japanisches Recht im Vergleich

Erstes Symposium zum japanischen Recht für Nachwuchswissenschaftler an der Universität Augsburg – Deutsch-Japanischer Strafrechtsdialog –ドイツ – 日本 刑法に関する対話

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Henning Rosenau and Oliver Schön

Vom 24. bis 26. Januar 2014 fand das erste Symposium zum japanischen Recht für Nachwuchswissenschaftler an der Universität Augsburg statt. Neun Wissenschaftler aus unterschiedlichen juristischen Fachgebieten, die sich mit dem deutsch-japanischen Rechtsvergleich beschäftigen, stellen in diesem Band die Erkenntnisse ihrer Arbeit vor. Die Themenbereiche sind breit gestreut und reichen vom Eisenbahnrecht bis zum Strafrecht. Durch diesen Ansatz treten die Unterschiede wie auch die Bezüge zwischen den beiden Rechtsordnungen deutlich hervor.
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Das Recht der Arbeitnehmerüberlassung in Japan

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Die Arbeitnehmerüberlassung richtet sich in Japan nach dem „Gesetz zur Sicherung der ordnungsgemäßen Durchführung von Arbeitnehmerüberlassungsgeschäften und zum Schutz von Leiharbeitnehmern“ (労働者派遣事業の適正な運営の確保及び派遣労働者の保護等に関する法律),2 welches erstmals am 1.7.1986 in Kraft getreten ist. Sämtliche Überarbeitungen des Gesetzes in den Jahren 1986 bis 2007 waren fortwährend von dem Bestreben geprägt, die Arbeitnehmerüberlassung zu liberalisieren.3 Diese Liberalisierung war jedoch mit einem unzureichenden Schutz der Leiharbeitnehmer verbunden. Die erneute Wirtschaftskrise führte schließlich Ende 2008 zu einem enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den Leiharbeitnehmern. Sämtliche Reformbemühungen in den kommenden Jahren scheiterten. Erst in der Plenarsitzung am 28.3.2012 wurde eine umfassende Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes beschlossen. Die aktuellen Änderungen traten zum 1.10.2012 in Kraft.4 Sie werden vor allem von dem Ziel getragen, den Einsatz von Leiharbeitnehmern wieder zu beschränken und eine Ersetzung von Vollzeitarbeitskräften durch Leiharbeitnehmer zu verhindern.5

Eine umfassende Darstellung des japanischen Arbeitnehmerüberlassungsrechtes würde den vorgegebenen Rahmen sprengen.6 Die folgenden Ausführungen beschränken sich daher auf einige relevante Unterschiede zum deutschen Recht und heben insbesondere die Neuerungen aus dem Jahr 2012 hervor. ← 113 | 114 →

Erster Teil: Anwendungsbereich des JAÜG

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