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Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion

Isa-Dorothe Gardiewski

Die Autorin verortet ihr Buch im Praxisfeld der Berufsbildungsforschung, wobei sie schwerpunktmäßig das bisher unbekannte und geheime Arbeitsprozesswissen von Fachkräften in ausgewählten Bereichen des IT-Sektors untersucht. Um die Anforderungen von gleichzeitig stattfindendem Lernen und Arbeiten in der IT-Branche in der Form eines neuen Lernprozesses umzusetzen, liegt ein zweiter Schwerpunkt des Buches auf der Ebene der Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie. Diese entwickelte Lernstrategie nimmt im Berufsalltag mit einer steten Innovationsangleichung ein sinnhaftes Prioritätensetting vor und entspricht damit einer autodidaktischen Fortbildung des Lernenden, um stets auf dem Wissensstand des informationstechnologischen Fortschritts zu bleiben.
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1 Einleitung

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Da sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in einem beschleunigten Strukturwandel befinden, ergeben sich hieraus neue Anforderungen an Wissen, Qualifikation und Kompetenz der einzelnen Arbeitnehmer. Davon betroffen sind alle Mitglieder einer Gesellschaft und nur lebenslange Weiterentwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten anhand informeller und selbstgesteuerter Lernprozesse trägt nachhaltig zum Erhalt des Lebensstandards bei.

1.1 Aufgabenstellung

Es kommt also sehr darauf an, die Bereitschaft und die Motivation zu einem selbstständigen und lebenslangen Lernen anzuregen und gezielt zu fördern.

„Lebensbegleitendes Lernen ist durch Vorgänge der Entgrenzung mit dem Wandel gesellschaftlicher und pädagogischer Verhältnisse verflochten. Begriffe wie Kompetenzentwicklung, informelles Lernen oder Lebensführungsarbeit lenken den Blick auf die Bildungssubjekte und das Potenzial an Eigenleistungen der Lernenden. Damit verbindet sich die Frage nach einem Lernkulturwandel, der auch die Bildungsorganisationen und deren Arbeitsorientierungen erfasst“ (Brödel 2004(b), S. U4).

Lernen ist gekennzeichnet durch einen aktiven Wissenserwerb samt der sich daraus ergebenden Erfahrung. Die Entwicklungen in Gesellschaft, Beruf und dementsprechend auch in der Arbeitswelt betonen zunehmend den Ansporn von Konzepten arbeitsorientierten Lernens (vgl. Sonntag/Stegmaier 2007). „Arbeitsorientiertes Lernen beschäftigt sich mit Erfahrungsbildung, Wissenserwerb oder Verhaltensänderung bei Menschen. Hierfür zugrunde liegende Lernvorgänge finden entweder direkt in der Arbeitstätigkeit statt oder werden durch eine entsprechende Gestaltung arbeitsbezogener Lernumgebungen ausgelöst“ (Sonntag/Stegmaier 2007, S. 9). Wissenserwerb in der Berufsbildung geschieht in permanenter Wechselwirkung von Arbeiten und Lernen. „Selbstgesteuertes Lernen hat nach Straka stattgefunden, ‚wenn sich interne Bedingungen des Lernenden nachhaltig...

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