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Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion

Isa-Dorothe Gardiewski

Die Autorin verortet ihr Buch im Praxisfeld der Berufsbildungsforschung, wobei sie schwerpunktmäßig das bisher unbekannte und geheime Arbeitsprozesswissen von Fachkräften in ausgewählten Bereichen des IT-Sektors untersucht. Um die Anforderungen von gleichzeitig stattfindendem Lernen und Arbeiten in der IT-Branche in der Form eines neuen Lernprozesses umzusetzen, liegt ein zweiter Schwerpunkt des Buches auf der Ebene der Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie. Diese entwickelte Lernstrategie nimmt im Berufsalltag mit einer steten Innovationsangleichung ein sinnhaftes Prioritätensetting vor und entspricht damit einer autodidaktischen Fortbildung des Lernenden, um stets auf dem Wissensstand des informationstechnologischen Fortschritts zu bleiben.
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6 „Theorie des unbekannten Wissens“ im IT-Sektor

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Das Lernen im Prozess der Arbeit gewinnt an Bedeutung. Dahinter steckt ein Bündel an Lernmethoden: Lernen durch Nachahmen, durch Erschließung neuer Wissensquellen und durch beiläufiges oder bewusstes Aneignen von Erfahrungswissen. Neue Lösungsansätze auszuprobieren und ihren Nutzen zu bewerten, ist mittlerweile unverzichtbar.

6.1 Theoretische Aspekte des unbekannten Wissens

Der lernpsychologische Diskurs im Rahmen der Ermöglichungsdidaktik zeigt Wege für Lernende auf, entsprechend den Anforderungen und Notwendigkeiten sinnvoll zu neuem Wissen zu gelangen. Es differenzieren sich verschiedene Formen des Wissen, die wiederum verschiedene Themenbereiche unter einer großen Anzahl von Kategorien tangieren. Aufgrund der großen Bedeutung für eine Vielzahl von Wissenskategorien ist die von Polanyi vorgenommene Unterscheidung von implizitem und explizitem Wissen hervorzuheben (vgl. Polanyi 1985). Die Unterscheidung dieser beiden Wissensformen liegt in den bewusst und unbewusst zur Verfügung stehenden Wissensinhalten eines jeden Individuums. Während beim expliziten Wissen das Wissen sprachlich formuliert werden kann, verhält es sich beim impliziten Wissen konträr. Aufgrund nicht vorhan-dener, explizit formulierbarer Wissensinhalte nimmt genau dieses implizite Wissen auch in der Forschung eine zunehmend wichtigere Rolle ein.

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