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Ulrich Holbein

Sein Werk zwischen Avantgarde und Archivierung

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Nikolas Buck

Das Buch befasst sich mit Ulrich Holbeins äußerst facettenreichem Werk, das neben genuin literarischen Texten auch Essays, zahlreiche Feuilletonbeiträge und Hörspiele beinhaltet. Kennzeichnend für das Œuvre ist die Anwendung avantgardistischer Verfahren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der literarischen und philosophischen Tradition. Der Band schließt an die allmählich einsetzende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors an. Er versammelt sowohl Einzelanalysen seiner bedeutendsten Texte als auch Beiträge zu übergreifenden Fragestellungen wie etwa der ihm eigenen Form der Autorinszenierung oder seiner Publikationspraxis. Ein Verzeichnis sämtlicher Publikationen sowie eine literarische Collage von Selbstzeugnissen des Autors runden das Buch ab.
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Der Narr als Repräsentant von Holbeins ästhetischem Verfahren. Zur literarhistorischen Verortung des Narratoriums (2008)

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← 58 | 59 → Kristin Eichhorn

By analyzing Holbein’s Narratorium (2008) the article points out how Holbein uses the image of the joker to create a prototype of what art should be like in his opinion. Even though he picks up strategies of the avant-garde novel, Holbein’s claim is to reestablish a tradition of ‘wit’ or ‘esprit’ which is typical for 18th-century literature but has been lost on the account of more serious approaches during the 1800s. Bringing humor back into art without being trivial is something Holbein seems to wish for.

Im Falle Ulrich Holbeins haben sich die Rezensenten bislang oft schwer getan, den Autor innerhalb einer literaturgeschichtlichen Tradition zu verorten: Für die Romantik kommt Holbein nach eigener wie fremder Aussage ‚zu spät‘.1 Aufgrund des humoristischen Umgangs mit Zitaten hat man mehrfach die Zuordnung zur Postmoderne diskutiert, aber auch gleich wieder verworfen, weil der in seiner äußerlichen Erscheinung wie ein Hippie wirkende Autor doch im Gespräch (und in seinen Büchern) immer wieder eine Vorliebe für die Hochkultur und den ‚Bandwurm‘-Satz2 erkennen lässt, die dazu in einem offenkundigen Spannungsverhältnis steht.3

← 59 | 60 → Am naheliegendsten scheint bei Holbein daher eine Einordnung in die Schreibweisen der Avantgarde und zwar aus zwei Gründen: Zum einen ist Holbein dafür bekannt, dass seine Texte zu einem Großteil aus Fremdmaterial bestehen; ausschließlich aus fremden Quellen gespeist ist etwa der Zitatroman Isis entschleiert (2000). Zum anderen schreibt Holbein – selbst...

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