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Ulrich Holbein

Sein Werk zwischen Avantgarde und Archivierung

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Nikolas Buck

Das Buch befasst sich mit Ulrich Holbeins äußerst facettenreichem Werk, das neben genuin literarischen Texten auch Essays, zahlreiche Feuilletonbeiträge und Hörspiele beinhaltet. Kennzeichnend für das Œuvre ist die Anwendung avantgardistischer Verfahren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der literarischen und philosophischen Tradition. Der Band schließt an die allmählich einsetzende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors an. Er versammelt sowohl Einzelanalysen seiner bedeutendsten Texte als auch Beiträge zu übergreifenden Fragestellungen wie etwa der ihm eigenen Form der Autorinszenierung oder seiner Publikationspraxis. Ein Verzeichnis sämtlicher Publikationen sowie eine literarische Collage von Selbstzeugnissen des Autors runden das Buch ab.
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Zum Goethe-Bild in Ulrich Holbeins Ein Chinese in Rom

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← 72 | 73 → Beata Eßer-Sladek

In her article Beata Eßer-Sladek analyses the image of Goethe in Holbein’s latest book Ein Chinese in Rom. Contrary to the announcement in the subtitle, to present an unbiased double portrait of the poets Goethe and Jean Paul, Holbein clearly sympathises with Jean Paul, who has been disproportionately neglected by the public. In doing so, Holbein also approaches Jean Paul’s work on a formal level by giving an account abundant in sources.

„Schräge Vögel sind in der deutschsprachigen Literatur keine Seltenheit. Keiner aber war je so kauzig, apart, gelehrt und vertrackt wie Jean Paul“,1 der in jungen Jahren den jungen Goethe verehrte. Und wie viele seiner Generation las er den Werther. Richter, so sein bürgerlicher Name, war ein großer Anhänger Jean Jacques Rousseaus, auf den die Namensänderung in Jean Paul zurückgeht. 1796 besuchte Jean Paul erstmals Weimar. Goethe urteilte über ihn: „Man schätzt ihn bald zu hoch, bald zu tief, und niemand weiß das wunderliche Wesen anzufassen.“2 Friedrich Schiller bemerkte, Jean Paul sei ihm so fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen sei. Jean Pauls literarischer Erfolg begann mit dem Roman Die unsichtbare Loge (1793). Karl Philipp Moritz äußerte über dieses Buch enthusiastisch: „Ach nein, das ist noch über Goethe, das ist was ganz Neues!“3 Sein Roman Hesperus oder 45 Hundsposttage (1795) machte ihn berühmt. Der Erfolg, den Jean Paul erzielte, war mit Goethes Triumph vergleichbar,...

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