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Die soziale Herkunft der dänischen Studenten

Theodor Geiger Gesamtausgabe- Abteilung IV: Soziale Schichtung und Mobilität- Band 4

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Klaus Rodax

«Die vorliegende Untersuchung möchte Genaueres über die Abstammung der akademischen Jugend ermitteln. Die leitenden Fragestellungen waren: 1) Um wieviel lebhafter und bunter stellt sich die Umrekrutierung des Akademikerstandes dar, wenn man die jungen Akademiker nicht, wie üblich, nur auf ihre direkte väterliche, sondern auf ihre indirekte grossväterliche Abstammung hin untersucht? 2) Welche Zwischenglieder (Väter) stehen typischerweise zwischen Grossvätern in den verschiedenen Sozialschichten und deren studierenden Enkelkindern?» (Theodor Geiger)
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Zusammenfassung

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Es soll den Studentenorganisationen überlassen bleiben, standespolitische Schlußfolgerungen aus den hier vorgelegten Ergebnissen zu ziehen. Ich begnüge mich damit, die wichtigsten von ihnen in Form von Thesen zu resümieren.

1) Der Akademikerstand rekrutiert sich zu 26 % durch seinen eigenen Nachwuchs. Dies ist viele Male mehr, als dem relativen Volumen des Standes innerhalb der Gesamtbevölkerung entspricht. 7 % der heutigen Studenten sind bereits die dritte akademische Generation in ihren Familien. Wenn man die Erweiterung des Standes seit Ende des vorigen Jahrhunderts in Betracht zieht (indem man die Zahl der Abiturienten pro Jahr zum Maßstab nimmt), dann hat sich die Tendenz zu endogener Rekrutierung dennoch im Verhältnis 1,3 : 1,0 verringert.

2) Die unmittelbare Nachfolge im Studienfach des Vaters ist besonders ausgeprägt unter Ärzten (13 %), Juristen (8–13 %) und Pfarrern (18–21 %).

3) Der direkte Anteil des Bauernstandes an der Rekrutierung der Studenten ist verhältnismäßig klein, aber 1/3 der Studenten stammt im zweiten Glied aus einem bäuerlichen Zuhause. Die selbständigen städtischen Gewerbe stellen ein großes Kontingent an studierenden Jugendlichen.

4) Die Kinder der Arbeiterschicht machen nur 7 % der Studenten aus, ein kleiner Bruchteil dessen, was dem Anteil der Arbeiterschicht an der Gesamtbevölkerung entsprechen würde. Wirtschaftliche Hindernisse allein können dafür nicht der Grund sein, da die kaum bessergestellten kleinen Angestellten weit stärker repräsentiert sind. – Geht man zurück zu den...

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