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Orient im Okzident – Okzident im Orient

West-östliche Begegnungen in Sprache und Kultur, Literatur und Wissenschaft

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Ernest W.B. Hess-Lüttich and Yoshito Takahashi

Die programmatische Gegenüberstellung von Orient und Okzident spielt seit der «Entdeckung des Ostens» im 17. und 18. Jahrhundert in der Ideengeschichte Europas eine große Rolle. Der Band sucht Erscheinungsformen der «Repräsentation» von Orient und Okzident, wie sie sich in Sprache, Literatur, Medien, Technik und Umwelt äußern, aus mehreren Perspektiven xenologisch zu erschließen. Er vereint Ansätze zur philosophischen Grundlegung interkultureller Ost-West-Forschung sowie der kultur- und literarhistorischen Aufarbeitung wechselseitig fruchtbarer Inspiration, z. B. in der Weimarer Klassik, im Einfluss «östlichen» Denkens auf die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch in der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Wissenschaftskommunikation im Zeichen neuer ökologischer Herausforderungen.
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Die illuminierte Handrolle Erzählung des Himmelsprinzen (1448) und eine Glasmalerei der Psyche-Galerie (1542-1544): Interdisziplinäre Überlegungen zu Ansätzen kulturkontrastiver Analyse: Beatrice Höller (Ruprecht‑Karls‑Universität, Heidelberg)

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Beatrice Höller (Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg1)

An increasing number of studies deals with subjects and artefacts from different cultures which raises the question of how to deal with them in an appropriate manner. How is it possible to not only investigate concrete works, but to also be aware of the culture-specific conditions at the time of their creation?

This essay seeks to introduce recent approaches from various academic fields, namely comparative media sciences, intercultural philosophy, and intercultural German studies. While they offer useful ideas for handling some of the pressing issues faced by cross cultural investigations in humanities up to date, the works chosen for explanation are the illuminated handscroll Amewakahiko no sōshi (1448) from Japan and the sequence of painted windows Galerie de Psyché (1542-44) from France.

In vielen geisteswissenschaftlichen Bereichen werden zunehmend kulturübergreifende Themen diskutiert. Diese Studien der Kunstgeschichte, Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte und weiteren Disziplinen beziehen sich entweder auf mehr als eine Kulturregion oder sind insofern kulturübergreifend, als dass die Herkunftskultur des Phänomens und/oder des Publikums von der eigenen Herkunftskultur abweicht. Aus dieser Beobachtung heraus entwickeln sich meine Fragen nach einem angemessenen Umgang mit kulturspezifischen Konzepten, Auffassungen, Vorstellungen oder Werken, die nicht nur in abweichenden Materialien beziehungsweise Formaten geschaffen wurden, sondern auch in unterschiedlichen Umgebungen und Zeiten entstanden sind. Was sind angemessene Herangehensweisen an kulturübergreifende Studien? Auf welcher Basis kann man kulturspezifische Erzeugnisse auf wissenschaftliche Weise analysieren? ← 83 | 84 →

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