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Orient im Okzident – Okzident im Orient

West-östliche Begegnungen in Sprache und Kultur, Literatur und Wissenschaft

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Edited By Ernest W.B. Hess-Lüttich and Yoshito Takahashi

Die programmatische Gegenüberstellung von Orient und Okzident spielt seit der «Entdeckung des Ostens» im 17. und 18. Jahrhundert in der Ideengeschichte Europas eine große Rolle. Der Band sucht Erscheinungsformen der «Repräsentation» von Orient und Okzident, wie sie sich in Sprache, Literatur, Medien, Technik und Umwelt äußern, aus mehreren Perspektiven xenologisch zu erschließen. Er vereint Ansätze zur philosophischen Grundlegung interkultureller Ost-West-Forschung sowie der kultur- und literarhistorischen Aufarbeitung wechselseitig fruchtbarer Inspiration, z. B. in der Weimarer Klassik, im Einfluss «östlichen» Denkens auf die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch in der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Wissenschaftskommunikation im Zeichen neuer ökologischer Herausforderungen.
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Goethe im fernen Orient – der Fall Korea: Über das koreanische Phänomen eines ‚Goethe-Booms‘ zur Zeit der japanischen Herrschaft: Kim, Yeon‑Soo (Ewha Institute for the Humanities, Seoul)

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Kim, Yeon-Soo (Ewha Institute for the Humanities, Seoul)

At the beginning of the 20th century, Goethe’s works were received and translated into Korean. The Korean phenomenon of the “Goethe-Boom” in the 1920s and 1930s is interconnected with the translation movement and the modernization of language and literature in Korea and also with the influence of the Japanese reception of Goethe because Korea at that time was under the colonial power of Japan. Goethe’s way through Japan to Korea is reconstructed and reflected upon critically under its postcolonial aspect. Generally Goethe’s image was that of a wise and “universal human” personality. But a few works of Goethe interpreted in Japan as religious were interpreted in Korea in social and political aspects. The difference of the reception can be ascribed to the variable historical contexts of the imperial Japan and colonial Korea.

Im Hinblick auf die Thematik des Holocaust als Gegenstand der Literatur in Deutschland betonen Vertreter der gegenwärtigen Enkelgeneration wie Tanja Dückers, dass ihre Position sich von der der Väter- oder Großvätergeneration wie Uwe Johnson oder Günter Grass unterscheide. Sie sagt nämlich: „Meine Generation ist die erste, die einen nüchternen Blick auf dieses Thema wagen kann“ (Dückers 2003). Vielleicht gehöre ich in Korea auch zu einer Generation, die „einen nüchternen Blick“ auf unsere koloniale Vergangenheit wagen kann, weil mich aufgrund meines Alters keine konkreten eigenen Erfahrungen mehr mit dieser Zeit verbinden. Aber anders als Tanja D...

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