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Die Rolle der deutschen Sprache für die Gruppenidentität von Deutschen im Ausland

Am Beispiel des Vereinslebens in Kuala Lumpur

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Miroslava Majtanova

Im Blickpunkt dieses Werkes stehen Rolle und Bedeutung der deutschen Sprache für die Gruppenidentität deutschsprachiger Expatriates in einem südostasiatischen Kontext. Ziel der Untersuchung ist es, Ergebnisse für die internationale Stellung der deutschen Sprache abzuleiten. Die Arbeit ist im Bereich der Makrosoziolinguistik angesiedelt und berücksichtigt psychologische, soziopsychologische und sprachwissenschaftliche Ansätze. Die Resultate zeigen auf, dass die deutsche Sprache durch deutsche Expatriates und ihre Vereine gefördert werden könnte. Darüber hinaus könnte durch ihre Wirkung ein positives Deutschlandbild und auch ein profundes Verständnis für den interkulturellen Dialog entwickelt werden. Dies kann als Grundlage für die weitere Analyse dieses Themas gelten.
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E. Deutschsprachige Nicht-GSSKL-Mitglieder

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E.  Deutschsprachige Nicht-GSSKL-Mitglieder

1. Gründe für eine Nicht-Mitgliedschaft

Laut Kapitel B 2 zu malaysischen Gesellschaften und im Einklang mit der qualitativen und quantitativen Analyse der GSSKL, verfügt die Gesellschaft über einen hohen Status und eine markante wahrgenommene Kohärenz. Da mir nun bekannt ist, dass sich in Malaysia lang- oder kurzfristig insgesamt über zweitausend Deutsch-Muttersprachler aufhalten, fand ich wichtig zu erforschen, warum von so einer Anzahl nur etwa zehn bis zwanzig47 Prozent eingeschriebene GSSKL-Mitglieder sind. Leider konnte ich in dieser Hinsicht keine umfangreiche Untersuchung durchführen, da Angehörige der deutschsprachigen Länder einerseits nicht der Pflicht unterliegen, ihren Aufenthalt in Malaysia bei ihrer Botschaft anzumelden, und andererseits, weil ihre Angaben, aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Bekannten zu diesem Punkt zu befragen.

Selbstverständlich bin ich mir dessen bewusst, dass es in Malaysia eine unbekannte Anzahl an Einheimischen und Ausländern gibt, die über Deutschkenntnisse verfügen und daher möglicherweise auch die Entscheidung getroffen haben, sich der GSSKL nicht anzuschließen. Um diese Personen in meine Untersuchung einzubeziehen, habe ich gleichfalls meine eigenen Bekannten darauf angesprochen.

Beide Gruppen, d. h. Ausländer (Deutsch-Muttersprachler und deutschsprachige Ausländer) und Einheimische habe ich gefragt, warum sie sich nicht beim deutschen Stammtisch und der GSSKL engagieren. Die Ausländer habe ich zusätzlich nach ihrer Aufenthaltsdauer in Malaysia gefragt. Insgesamt haben an diesem Teil der Untersuchung zehn Personen teilgenommen:...

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