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Die Rolle der deutschen Sprache für die Gruppenidentität von Deutschen im Ausland

Am Beispiel des Vereinslebens in Kuala Lumpur

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Miroslava Majtanova

Im Blickpunkt dieses Werkes stehen Rolle und Bedeutung der deutschen Sprache für die Gruppenidentität deutschsprachiger Expatriates in einem südostasiatischen Kontext. Ziel der Untersuchung ist es, Ergebnisse für die internationale Stellung der deutschen Sprache abzuleiten. Die Arbeit ist im Bereich der Makrosoziolinguistik angesiedelt und berücksichtigt psychologische, soziopsychologische und sprachwissenschaftliche Ansätze. Die Resultate zeigen auf, dass die deutsche Sprache durch deutsche Expatriates und ihre Vereine gefördert werden könnte. Darüber hinaus könnte durch ihre Wirkung ein positives Deutschlandbild und auch ein profundes Verständnis für den interkulturellen Dialog entwickelt werden. Dies kann als Grundlage für die weitere Analyse dieses Themas gelten.
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F. Ergebnisse der Untersuchung: Gruppenidentität der GSSKL

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F.  Ergebnisse der Untersuchung: Gruppenidentität der GSSKL

1. Gruppenidentität der GSSKL hinsichtlich der Gruppendynamik

In Anlehnung an Worchels und Coutants (2007) Modell zur Gruppendynamik kann geschlossen werden, dass die GSSKL seit ihrer offiziellen Entstehung die Phase der Gruppenidentifikation und Gruppenproduktivität durchschritten hat. Dies sind die ersten zwei Phasen eines üblichen Gruppenzyklus (vgl. ebd.). Dabei wird im Rahmen der ersten Stufe die Identität der Gruppe bestimmt und gleichzeitig eine Abgrenzung zu anderen Gruppen erreicht. Die GSSKL hat ihre Gruppenidentifikation entwickelt, indem sie in der Anfangsphase eine Abgrenzung von anderen Gruppen durch die Bestimmung von Deutsch als Kommunikationssprache im Rahmen der Gruppe und Deutschsprachler als Mitglieder bestimmt hat. In der zweiten Phase werden Ziele festgelegt, Pläne entwickelt und neue Mitglieder willkommen geheißen, wobei die einzelnen Aufgaben anhand der Fähigkeiten der Gruppenmitglieder verteilt werden. Dies gilt wiederum auch für die GSSKL. Die Gesellschaft bemüht sich, wichtige Posten und Aufgaben an verantwortliche Mitglieder zu verleihen, wobei sie gleichzeitig aktiv am Programm sowie am Erwerb neuer Mitglieder arbeitet.

Die gesamte Entwicklungsgeschichte der Gesellschaft in Betracht ziehend, ergibt sich, dass die untersuchte Gruppe auch die Phasen der Individualisierung und eines drohenden Zerfalls durchschritten hat. Während einer Individualisierungsphase kommt es laut Worchel und Coutant (2007) zu Konflikten, die aus Unzufriedenheit infolge eines verstärkten Vergleichs unter den Gruppenmitgliedern entstehen. Als Zerfall wird wiederum die Phase bezeichnet, im Rahmen derer Mitglieder die Gruppe verlassen, weil sie sich mit ihr aus verschiedenen Gr...

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