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Quo vadis, DaF? II

Betrachtungen zu Deutsch als Fremdsprache in den Ländern der Visegrád-Gruppe <br> Mit Beiträgen von Magdalena Białek, Silke Gester, Julia Haußmann, Erika Kegyes und Iveta Kontríková

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Edited By Silke Gester and Erika Kegyes

Dieses Buch ist eine aktuelle Studie zu Deutsch als Fremdsprache in den Ländern der Visegrád-Gruppe. Es behandelt die Stellung von DaF in den einzelnen Bildungsstufen von der Vorschule bis hin zur Universität und widmet sich zudem der Thematik des lebenslangen Lernens. Aufgrund von starken ökonomischen Verflechtungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Polen, Tschechien, Ungarn sowie der Slowakei befasst sich ein Kapitel speziell mit Fremdsprachen in der Wirtschaft. Für die Arbeit wurden zahlreiche europäische sowie nationale Dokumente und Studien ausgewertet, darüber hinaus sind die eigenen Forschungsergebnisse der Autorinnen in die Betrachtungen eingeflossen.
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1 Einleitung

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Europa ist vielsprachig, denn auf diesem Kontinent gibt es viel mehr als nur die 24 offiziellen Amtssprachen der Europäischen Union. Die menschliche Sprache ist nicht allein das Verständigungsmittel zwischen den Angehörigen einer Sprachengemeinschaft, sie ist mehr – sie ist Heimat, Kultur, sie ist das Sein an sich. Jede Sprache hat in unserer Welt ihren ganz besonderen Platz. Trotz der Sprachenvielfalt ist das Wissen um ein gemeinsames Kommunikationsmittel für die Begegnung von Kulturen und deren Verständigung wesentlich. Und es lohnt sich auch aus anderem Grund, über die eigene Muttersprache hinauszuschauen. Die Kulturmitglieder1 erschließen sich Fremdsprachen einerseits, um sich verständigen zu können, andererseits jedoch auch, um sich einander zu öffnen, um voneinander zu lernen. Die Interaktion mit dem „Fremden“ hilft dem Menschen, seine eigene Muttersprache zu reflektieren, sich seines eigenen kulturellen Hintergrunds, seiner eigenen Existenz besser bewusst zu werden. Fremdsprachen haben sich jedoch nicht nur zur Notwendigkeit der Verständigung zwischen den Kulturen, sondern auch zu einem in der globalisierten Welt unerlässlichen Erfordernis für die Entwicklung der modernen Wirtschaft und für eine Vielzahl von Kultur- und Bildungsfeldern entwickelt.

Die Annäherung verschiedenster Völker und Kulturen erfordert einen breiten Dialog sowie aktive Fremdsprachenkenntnisse weiter Teile der Bevölkerung. Bei der Beschäftigung mit Sprache und Bildung werden also unweigerlich Staat und Gesellschaft im Zusammenhang mit der Umsetzung des Bildungsauftrags in den Diskurs eingeführt. „Die Qualifikation der Bevölkerung ist aus ökonomischer Sicht von besonderer Bedeutung, da sie sich positiv...

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