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Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungsorte im hochschuldidaktischen Kontext

Perspektiven für das Fach Deutsch als Fremdsprache

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Edited By Camilla Badstübner-Kizik and Almut Hille

Die Beiträge des Bandes sind im akademischen Kontext Deutsch als Fremdsprache verankert und stellen Aspekte heraus, die in der Diskussion zum didaktischen Potenzial von Kulturellem Gedächtnis und Erinnerungsorten bisher wenig Beachtung fanden. Dazu gehört die Erweiterung des geschichts- und kulturwissenschaftlichen Gedächtnisdiskurses um sprach-, literatur- und kulturdidaktische Elemente ebenso wie seine Differenzierung für konkrete akademische Konstellationen. Aus der Perspektive des Faches Deutsch als Fremdsprache werden binationale und globale, parallele, geteilte und gemeinsame Erinnerungsorte, das erinnerungsprägende Potenzial von Medien und literarischen Texten im Besonderen sowie konkrete Erinnerungsbestände des 20. Jahrhunderts in ihrer hochschuldidaktischen Relevanz thematisiert.
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Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungsorte im hochschuldidaktischen Kontext Deutsch als Fremdsprache. Einleitung

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In den Geschichts- und Kulturwissenschaften ist das Thema Gedächtnis und Erinnerung ebenso wie das Konzept der Erinnerungsorte (lieux de mémoire) nach Pierre Nora nach wie vor virulent. Es gibt beständig neue Publikationen zu europäischen und globalen Erinnerungsdiskursen sowie zu (trans-)nationalen, regionalen oder auch lokalen Erinnerungsorten. Im Fach Deutsch als Fremdsprache sind nach den von Karin Schmidt und Sabine Schmidt herausgegebenen Lehrmaterialien Erinnerungsorte. Deutsche Geschichte im DaF-Unterricht (2007) unterschiedlich gewichtete Einzelbeiträge in Fachzeitschriften verschiedener Reichweite sowie ein von Jörg Roche und Jürgen Röhling herausgegebener Sammelband unter dem Titel Erinnerungsorte und Erinnerungskulturen (2014) erschienen. An diese Publikationen möchten wir anknüpfen und erneut auf das didaktische Potenzial von Erinnerung und Gedächtnis sowie Erinnerungsorten aufmerksam machen. Das Thema bietet Perspektiven, die in der einschlägigen Diskussion bisher noch wenig aufgegriffen wurden, die für das kulturbezogene Lernen und Studieren im Kontext Deutsch als Fremdsprache aber entscheidende Impulse versprechen. Dazu gehören nicht zuletzt ein dezidierter Blick aus literatur- und medienwissenschaftlicher Richtung, die konsequente Thematisierung globaler und migrationsbezogener Aspekte und der bewusste Bezug auf verschiedene, mitunter kontrastierende Erinnerungshaushalte. Hinter ihnen stehen Entwicklungen und Diskussionen, die das Fach Deutsch als Fremdsprache in den letzten Jahren deutlich geprägt haben und hinter die didaktische Initiativen nicht zurückgehen dürfen. Dazu gehören die Überlegungen zu einer Neubestimmung der Rolle von Literatur im kulturbezogenen fremdsprachlichen Lernen in den Bänden Deutsch als Fremdsprache und Literaturwissenschaft (herausgegeben von Michael Ewert, Renate Riedner und Simone...

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