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Immermann-Jahrbuch 14–16 / 2013–2015

Beiträge zur Literatur- und Kulturgeschichte zwischen 1815 und 1840. Zeitschriften und Journale 1815–1840

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Edited By Peter Hasubek and Gert Vonhoff

Das Immermann-Jahrbuch stellt sich die Aufgabe, Leben und Werk von Carl Leberecht Immermann durch neue Untersuchungen zu erforschen und die Position des Autors in der Übergangszeit zwischen Romantik und Realismus zu bestimmen. Daß das Jahrbuch auch ein Forum für literatur- und kulturgeschichtliche Beiträge der Zeit zwischen 1815 und 1840 sein soll, folgt aus Immermanns bedeutender Stellung im Literaturbetrieb der Zeit sowie seinen verschiedenen Interessengebieten (Literatur, Geschichte, Malerei, bildende Kunst, Rechtswissenschaft).
Band 14–16 beinhaltet Beiträge zu Zeitschriften und Journalen im Zeitraum 1815 bis 1840, Aufsätze über Journalliteratur sowie Beiträge und Rezensionen zu weiteren Kontexten der Schaffenszeit Immermanns.
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„Man hat jetzt Morgen-, Mittag-, Abend- und Mitternachtblätter“. Wie Wilhelm Hauffs „Die Bücher und die Lesewelt“ das „Morgenblatt für gebildete Stände“ daselbst als Ort der Literatur zu profilieren sucht

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Volker Mergenthaler

„Man hat jetzt Morgen-, Mittag-, Abend- und Mitternachtblätter“

Wie Wilhelm Hauffs „Die Bücher und die Lesewelt“ das „Morgenblatt für gebildete Stände“ daselbst als Ort der Literatur zu profilieren sucht

The article deals with Wilhelm Hauff’s “Die Bücher und die Lesewelt”, published in 1827 in the “Morgenblatt für die gebildeten Stände”, and reads it as a journal contribution. In a very ironic way, it is the very nature of the text’s serialisation, its semantic interaction with other contributions of the journal and finally its reflection on its own media characteristics which creates the literary quality it in the first place denies publications in journals. Hauff’s text in the “Morgenblatt” thus becomes an implicit commentary on processes of canon building, authorship and the literary market as dominated by book publications.

„Alles lernt lesen, und jeder hat Lust am Lesen; und wünschenswerth ist nur, daß jedes Buch, nach dem der Leselustige greift, wahre Civilisation befördere, und daß nur solche Bücher ihm in die Hände fallen, die das Gefühl für das Schöne und Gute beleben, eine lehrreiche Unterhaltung gewähren“.1 Es ist eine Welt der Bücher, in die dieser Einschätzung zufolge die Leselustigen unter den Bedingungen der seit einigen Jahrzehnten grassierenden, ja in mancher Augen „überhand genommene[n] Lesewuth“2 gestellt sind. Und es ist Sache des Buches, ← 137 | 138 → den Zivilisationsprozeß weiter voranzutreiben, „das Schöne...

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