Show Less
Restricted access

Werkstorprinzip in der gesetzlichen Unfallversicherung?

Eine kritische Betrachtung des Versicherungsfalls Wegeunfall

Series:

Patrick Zahnbrecher

Seit jeher wird von Arbeitgeberseite gefordert, den Wegeunfall aus der gesetzlichen Unfallversicherung auszugliedern. Die Unternehmer tragen mit ihren Beiträgen das Risiko der Arbeitswege von Arbeitnehmern, obwohl diese dem Einfluss der Unternehmer weitgehend entzogen sind. Durch Einführung des Werkstorprinzips im Steuerrecht wird diese Ansicht bekräftigt. Die Entfernungspauschale wurde abgeschafft und die Arbeitswege der Privatsphäre zugeordnet. Das Werkstorprinzip wurde jedoch für verfassungswidrig erklärt. Der Autor macht deutlich, dass hinsichtlich der Versicherung des Wegeunfalls Reformbedarf besteht und geht der Frage nach, ob auch in der Unfallversicherung das Werkstorprinzip denkbar ist, sofern die Verfassungswidrigkeit des steuerrechtlichen Werkstorprinzips dem nicht entgegensteht.
Show Summary Details
Restricted access

Einführung

← 16 | 17 → Einführung

Extract

des Unfallversicherungsgesetzes von 1884 zum Tragen kamen13. Zum einen sollte der Schutz des Arbeitgebers und seiner Familie durch einen verschuldensunabhängigen Entschädigungsanspruch gegen eine leistungsfähige Genossenschaft der Unternehmer bestimmter Industriezweige sichergestellt werden. Zum anderen sollten innerbetriebliche Konfliktsituationen vermieden werden, indem zugleich die zivilrechtliche Haftpflicht von Unternehmern und Unternehmensangehörigen ausgeschlossen wird (vgl. §§ 104 ff. SGB VII).14 Die alleinige Beitragspflicht des Unternehmers geht somit mit der Haftungsfreistellung einher.15

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.