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Corporate Governance und Unternehmenserfolg

Theoretischer Ansatz zur Erklärung des Zusammenhangs auf der Grundlage von Effizienzkriterien

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Anja Pissarczyk

Die Etablierung einer guten Corporate Governance dient der Einrichtung und ständigen Verbesserung der Unternehmensstrukturen und -prozesse, die eine effiziente Verfolgung der strategischen Ziele der Gesellschaft sicherstellen sollen. Als Konsequenz ist letztlich eine Steigerung des monetären Erfolgs zu erwarten. Zahlreiche Forscher haben sich der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg angenommen – mit sehr unterschiedlichen, teils widersprüchlichen empirischen Ergebnissen. Diese Studie bricht mit dem gängigen Untersuchungsansatz und versucht, den Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg mit Hilfe der Einführung von Subzielen zu erklären.
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3.2.5.2.3.5 Überprüfung der statischen Signifikanz und Interpretation der Ergebnisse

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Nach der Berechnung der abnormalen Renditen für alle betrachteten Wertpapiere im Ereignisfenster werden die gewonnenen Daten aggregiert, um die statistische Signifikanz des Einflusses des Events auf den Aktienkurs aller relevanten Beobachtungen zu testen474. Die abnormalen Renditen können über die Zeit und/oder über die verschiedenen Unternehmen zusammengefasst werden475. Für einen Signifikanztest werden zunächst Hypothesen formuliert, in denen Erfahrungen, Vermutungen oder theoretische Überlegungen zur Kursentwicklung enthalten sind. Die im Wesentlichen verwendeten univariaten Testverfahren lassen sich in parametrische und nicht-parametrische Tests unterteilen476. Der Unterschied zwischen den Testverfahren liegt vornehmlich in den strengeren Verteilungsannahmen der parametrischen Tests, die explizit als Modellvoraussetzungen formuliert sind. In der Realität genügen die Daten diesen Annahmen jedoch häufig nicht. Nicht-parametrische Verfahren haben zwar ebenfalls spezifische Modellvoraussetzungen, diese sind in der Regel aber weniger einschränkend. Da die Wahl der methodischen Instrumente in den vorhergehenden Schritten wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse nehmen kann, wird die Signifikanz häufig durch mehrere Testverfahren geprüft.

Der bekannteste parametrische Test für Ereignisstudien ist der (Einstichproben-)t-Test477. Mit Hilfe dieses Tests wird überprüft, ob die beobachteten abnormalen Renditen signifikant von Null verschieden sind. Ausgehend vom t-Test ← 166 | 167 → wurden weitere Testverfahren entwickelt, die methodische Besonderheiten bei der Ermittlung der abnormalen Renditen berücksichtigen478. So stellt PATELL eine wertpapierspezifische Standardisierung vor479, die einen Anstieg der Varianz innerhalb des Ereignisfensters einbezieht. Als Erweiterung dieser Teststatistik formulierten BOEHMER/MUSUMECI/POULSEN einen standardisierten Querschnittstest480, der neben der Varianz in der Ereignisperiode auch die Varianz der Schätzperiode...

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