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Persuasion im deutschen und italienischen Fußballspielbericht

Argumentation und Emotion

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Anja Unkels

Wer urteilt, der muss die Dinge hervorheben, auf denen das Urteil beruht, so Aristoteles. Dass der Fußballspielbericht demnach zum argumentativen Diskurs zählt, veranschaulicht die Arbeit anhand zahlreicher Beispiele deutscher und italienischer Online-Fußballspielberichte. Sie stellt ein graphisches Argumentationsmodell bereit, dessen Anwendbarkeit durch umfangreiche Beispielmodelle belegt wird. Dabei wird deutlich, dass die Texte wiederkehrende Strukturen aufweisen, die den jeweiligen Textaufbau steuern. Zudem generiert die Analyse eine persuasiv funktionale Unterscheidung von sprachlich thematisierter Emotion und Emotionsausdruck. In der Gesamtschau der persuasiven Mittel zeigt sich u.a., dass die Berichterstatter eine emotional positive Beeinflussung der Leser anstreben.
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1. Einleitung

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Tutto è opposizione nel calcio, dalle due squadre, globalmente, ai duelli attaccanti-di­fensori interni alla partita, fino all’opposizione fra ‚l’esserci‘ e il ‚non-esserci‘ […]. In quanto spettatori, poi, noi interpretiamo i messaggi e ne diamo giudizi di valore riflet­tendo le interpretazioni dell’arbitro, il lecito contrapposto al non-lecito, il premio con­tro la ‚punizione‘. Il ‚bello‘, l’azione elegante, il ‚brutto‘, l’errore, la scorrettezza inutile. […] Ma la sostanza del gioco chiama ad identificarsi con una squadra con una forma di simpatia generica, con una forma di malattia, il ‚tifo‘. La mia squadra sono ‚io‘, siamo ‚noi‘. Dalla mia squadra io ‚aspetto‘ il successo […] Nasce l’opposizione ultima: ‚noi/altri‘. […] Questa è dunque la struttura del gioco: il favorevole contrapposto allo sfavo­revole. […] Come riflesso della struttura del gioco si situa la lingua che racconta il calcio: quella dei giornali, della radio, della televisione. (Bettanini, 1970: 8f.)

Anto­nio „Tonino“ Bettanini beschreibt in obigem Zitat auf treffende Weise, wie der Fußball als körperliche Handlung die Sprache prägt, mit der man ihn beschreibt. Das Zitat birgt einen Hinweis darauf, dass – wann immer es um Fußball geht – der Redner oder Schreiber sich in gewisser Weise entscheiden muss für eine Seite der Dichotomie des Guten und Schlechten, des Schönen und des Hässlichen. Bettanini spricht einerseits die Perspektive des „Ichs“ an und refe­riert auf die Erwartungen des Fans, des tifoso. Auf der anderen Seite geht es ihm um die Erzählerperspektive, also darum, wie ein Fußballspiel medial erz...

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