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Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2015

Herausforderungen, Befunde und Perspektiven interdisziplinärer Bildungsforschung

Jurik Stiller and Christin Laschke

Jurik Stiller und Christin Laschke präsentieren aktuelle Themen, Herausforderungen und Perspektiven der empirischen Bildungsforschung. Das Buch enthält Beiträge zu laufenden und künftigen Untersuchungen der Berliner und Brandenburger Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dabei werden aktuelle Befunde der qualitativen und quantitativen empirischen Bildungsforschung vorgestellt und methodische Herausforderungen diskutiert. Mit einem Ausblick auf zukünftige Projekte werden Perspektiven der empirischen Bildungsforschung erörtert.
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Pons Latinus – Modellierung eines sprachsensiblen Lateinunterrichts

Zusammenfassung

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Maria Große

Humboldt-Universität zu Berlin

Pons Latinus ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Modellierung und Erforschung von Lateinunterricht (LU), der mit Elementen der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache (DaZ) angereichert wird und Lernenden nichtdeutscher Herkunftssprache (ndH) eine fachintegrierte Zweitsprachenförderung nebst dem Fachunterricht ermöglichen soll. Als Ansatzpunkte dienen hierbei die jüngst in der DaZ-Didaktik entwickelten Unterrichtsmodelle der durchgängigen Sprachbildung in einem sprachsensiblen Fachunterricht sowie die Erkenntnis, dass gerade mehrsprachig aufwachsende Kinder ein verstärktes Sprachbewusstsein entwickeln. Mit den Maßgaben der DaZ-Didaktik wurden Methodik und sprachbildende Materialien für einen sprachsensiblen LU mit dem Ziel einer fachintegrierten Sprachförderung ohne Einschränkungen des Lernerfolgs im Fachunterricht entwickelt und erprobt. Die Effektivität der Methoden und Materialien mit Blick auf die Förderung der Sprachkompetenzen im Deutschen und Lateinischen soll im Rahmen des Projekts Pons Latinus durch eine Interventions- und Evaluationsstudie wissenschaftlich erkundet werden. Hierzu werden mit einem Pretest-Posttest-Plan mit Kontrollgruppen sowie Zwischentests zur deutschen und lateinischen Grammatik im Rahmen der Methodentriangulation qualitativ und quantitativ erhobene Daten ausgewertet und Probanden mit/ohne Latein sowie Lateinlernende mit/ohne Intervention vergleichend beobachtet. Dabei zeigte sich, dass eine fachintegrierte Sprachbildung nach dem hier vorgestellten Modell gelingen kann. So verwiesen eine Vielzahl der Daten darauf, dass die Lernenden mit Latein allgemein höhere sprachliche Kompetenzen in den gemessenen Teilbereichen aufwiesen als die Lernenden ohne Latein. Ferner ließ sich der zweitsprachenfördernde Effekt durch den sprachsensiblen LU im Vergleich der Lateinlernenden untereinander noch verstärken. Ferner wurden...

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