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Jugendsprache in Schule, Medien und Alltag

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Carmen Spiegel and Daniel Gysin

Sprechen Jugendliche in der Schule Jugendsprache und wie gehen die Lehrenden damit um? Ist Jugendsprache ein Thema im Unterricht und wie sprechen die Jugendlichen in anderen Ländern? Wie nutzen Jugendliche Online-Netzwerke erfolgreich? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Autor/-inn/-en des Bandes beschäftigt. Sie bieten einen Überblick über die Jugendsprachforschung in den Bereichen Sprach- und Schreib(stil)verwendung in der Schule, in den neuen Medien und in anderen Sprachen. Neben Überlegungen zum Einsatz von Jugendsprache im (Fremdsprachen-)Unterricht liefern die Beiträge Einblicke in das Sprachbewusstsein Jugendlicher, den Jugendsprachgebrauch in Österreich, Brabant u.a. sowie sprachübergreifende Gemeinsamkeiten von Jugendsprache.
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‚Kiezdeutsch‘ in Forschung und Lehre der Auslandsgermanistik

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Globalization, migration and the resulting increase in language varieties in (inter alia) multiethnic Germany are currently controversially discussed topics in mass media. By analyzing the discourse on ‘Kiezdeutsch’, a variety spoken mainly by adolescents in certain multiethnic parts of Berlin, students of German studies can elaborate how the discussion on language diversity is linked to general concepts of (trans-)national identity. The article emphasizes that ‘Kiezdeutsch’ and multiethnolects in general are not only relevant topics in linguistics but also in cultural and literature studies.

1.  Vorbemerkung

Bei der Ausarbeitung dieses Beitrags (Anfang Dezember 2014) vollzog sich eine lebhafte Debatte um die „Deutschpflicht“ für Migranten, angestoßen von der CSU; zeitgleich mobilisierte die sogenannte Pegida-Bewegung viele Bürger gegen die vermeintliche Islamisierung der Gesellschaft. Soweit es möglich war, habe ich diese Entwicklungen ebenso wie die Ergebnisse der unten skizzierten Berliner Studie „Deutschland postmigrantisch“ (Foroukan et al. 2014) und nicht zuletzt das Potsdamer Textkorpus zu ‚Kiezdeutsch‘ (Wiese et al. 2010 ff.) zu berücksichtigen versucht. Die aktuellen Entwicklungen zeigen bereits, wie reizvoll es ist, sich mit dem Thema ‚Kiezdeutsch‘ im Speziellen und Migration im Allgemeinen im auslandsgermanistischen Unterricht zu beschäftigen. Ein Ziel der auslandsgermanistischen Lehre ist, den Studierenden die Teilhabe an aktuellen Debatten in Deutschland zu ermöglichen. Migration und Multikulturalität als Thema entspricht dabei der Perspektive und den Interessen der Studierenden.

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