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Jugendsprache in Schule, Medien und Alltag

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Edited By Carmen Spiegel and Daniel Gysin

Sprechen Jugendliche in der Schule Jugendsprache und wie gehen die Lehrenden damit um? Ist Jugendsprache ein Thema im Unterricht und wie sprechen die Jugendlichen in anderen Ländern? Wie nutzen Jugendliche Online-Netzwerke erfolgreich? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Autor/-inn/-en des Bandes beschäftigt. Sie bieten einen Überblick über die Jugendsprachforschung in den Bereichen Sprach- und Schreib(stil)verwendung in der Schule, in den neuen Medien und in anderen Sprachen. Neben Überlegungen zum Einsatz von Jugendsprache im (Fremdsprachen-)Unterricht liefern die Beiträge Einblicke in das Sprachbewusstsein Jugendlicher, den Jugendsprachgebrauch in Österreich, Brabant u.a. sowie sprachübergreifende Gemeinsamkeiten von Jugendsprache.
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Lästern über Mitschüler/innen und Lehrer/innen – Zur sprachlichen Ausprägung und kommunikativen Funktion des Sprachhandlungsmusters Lästern im Kontext Schule

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Almost all studies on German youth language in the past few years have focussed either on male or female peer-groups. In my paper I give a short presentation of mixed-gendered conversations in juvenile peer-groups. The aim of this paper is to describe the action of »slagging s.o. off« as a specific form of jocular speech patterns which is analysed in the institutional context of school. By the analysis of two examples it is shown how the adolescents talk about classmates and teachers and what specific linguistic features they use for insulting them.

1.  Einleitung

Aussagen über Mitschüler und Mitschülerinnen wie der Martin is wirklich blöd oder ich mag die Julia nich kennt wohl jeder. Auch Lehrer und Lehrerinnen werden bevorzugt in die Bewertung von Jugendlichen einbezogen: Frau Müller is doof oder Herr Meier is voll streng. Nach Schubert (2009, 83) stellt Lästern „eine Form der In-Group Kommunikation dar, in deren Verlauf die Gruppenmitglieder sich i.d.R. über bestimmte Personen [...] hinsichtlich bestimmter, von der Gruppe nicht anerkannter, Verhaltensweisen und/oder Ansichten lustig machen.“ Während sich die aktuelle Jugendsprachforschung v.a. im Bereich der Scherzkommunikation bisher intensiv mit dem Gesprächsverhalten in weiblichen oder männlichen Jugendlichengruppen beschäftigt hat, wurde die Untersuchung gemischtgeschlechtlicher Interaktionen vernachlässigt. Das Miteinander der Geschlechter eröffnet jedoch interessante Forschungsperspektiven, v.a. wenn Gespräche zwischen Mädchen und Jungen in Bezug auf ihren schulischen und außerschulischen Alltag betrachtet werden. Im bzw. zum Kontext Schule k...

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