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La lingua italiana dal Risorgimento a oggi- Das Italienische nach 1861

Unità nazionale e storia linguistica- Nationale Einigung und italienische Sprachgeschichte

Series:

Elmar Schafroth and Maria Selig

La ricorrenza del centocinquantesimo anno dalla fondazione dello Stato italiano offre spunto per andare alla ricerca dei processi storico-linguistici che si compirono o furono avviati con l’Unità d’Italia. Oggetto del volume sono le unità d’Italia, ossia le molteplici identità che contraddistinguono la società e la lingua italiane. Gli articoli ci mostrano che numerose identità linguistiche e culturali rispettano i confini nazionali codificati – o hanno addirittura contribuito a crearli – mentre altre li superano oppure si sviluppano in contesti regionali limitati. Questa dinamica complessa è presente tuttora, a distanza di 150 anni dall’unificazione politica.
Der 150. Jahrestag der Gründung des italienischen Staates ist ein Anlass, den sprachgeschichtlichen Prozessen nachzuspüren, die durch die politische Einigung Italiens vollendet oder angestoßen wurden. Le unità d’Italia, die vielfältigen Identitäten, die die italienische Gesellschaft und die italienische Sprache prägen, sind der Gegenstand dieses Bandes. Die Beiträge zeigen, dass zahlreiche sprachliche und kulturelle Identitäten die nationalen Grenzziehungen respektieren, ja mit geschaffen haben, andere aber über diese Grenzen hinausgehen oder sich in begrenzteren regionalen Bezügen entwickeln. Diese vielfältige Dynamik ist auch 150 Jahre nach der politischen Einigung immer noch lebendig.
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Das Toskanische im Wandel – eine mikrodiachrone Studie: Simona Fabellini

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Die sozio-ökonomischen Bedingungen der Toskana und insbesondere der ländlichen Gebiete haben seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts einen deutlich spürbaren Wandel erfahren. Noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts basierte die Wirtschaft in ruralen Gegenden auf Landwirtschaft und kleinen Handwerksbetrieben. Heute bemerkt man einen deutlichen gesellschaftlichen Wandel in Richtung Urbanisierung und einer Stärkung des Dienstleistungssektors, insbesondere im Bereich des Tourismus. Das sprachlich Interessante am aktuellen sozio-ökonomischen Wandel ist, dass verschiedene Sprechergenerationen, deren sprachliche Sozialisation sich angesichts der sozialgeschichtlichen Bedingungen sehr unterschiedlich vollzog, (noch) einen gemeinsamen Sprachraum besetzen. Das Aufkommen der Massenmedien in den 60ern und die kontinuierliche Erweiterung der Schul- und Ausbildungspflicht hat auch in ruralen Gegenden die italienischsprachig geprägten Domänen stetig anwachsen lassen und die Funktionsbereiche des Dialekts zurückgedrängt. Wie in anderen Kontaktsituationen, bei denen eine prestigereiche und eine weniger prestigereiche Varietät konkurrieren, sind auch in der Toskana Konvergenzprozesse in Richtung des italienischen Standards sowie die Nivellierung diatopischer Unterschiede zu beobachten (vgl. Giannelli 2000).

Im Folgenden wird der Frage nach der aktuellen Ausprägung und Veränderung des dialektalen Raums in einem ländlichen Gebiet in der Zentraltoskana nachgegangen. Bereits aus Voruntersuchungen zur vorliegenden Studie, die sich als work in progress versteht, ging hervor, dass in ← 165 | 166 → Bezug auf das Vorkommen (z.B. Formen des passato remoto und des Imperfekts) und der Frequenz bestimmter Sprachformen ein deutlicher generationeller Unterschied zwischen den ältesten Sprechern und den jüngeren besteht, letztere jedoch weiterhin eine ausgeprägte...

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