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SAID – Ein Leben in der Fremde

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Arianna Di Bella

Diese Arbeit untersucht die Leitmotive des literarischen Schaffens SAIDs – Politik, Liebe, Religion – und zwar sowohl in den lyrischen Texten als auch in den Prosaschriften. Der aus dem Iran stammende Autor betrachtet die deutsche Sprache als das ihm angemessene Mittel, sein freies Leben in Deutschland und seine Liebe zu diesem Land auszudrücken. Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, hat er sich eine besondere Stellung innerhalb der Migrantenliteratur gesichert. In den Blick genommen wird auch der Zusammenhang zwischen den Themen der Texte und SAIDs Laufbahn.
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Kapitel III: Die lyrische Produktion

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III.1 Hoffnung und Desillusion in der politischen Anschauung: Wo ich sterbe ist meine Fremde und Dann schreie ich, bis Stille ist

Auch in SAIDs breitem lyrischen Schaffen spielt die Politik, ebenso wie in seinen Prosatexten, eine wichtige Rolle. Sie ist Haupt- oder Nebenthema in fast allen seinen Gedichtsammlungen. Von diesen habe ich Wo ich sterbe ist meine Fremde und Dann schreie ich, bis Stille ist ausgewählt,208 zwei Texte, an denen sich besonders gut die Auseinandersetzung des Autors mit den Themen Politik und Exil zeigen lässt, die für ihn verständlicherweise eng zusammengehören. Wiewohl also die Thematik in beiden Büchern annähernd die gleiche ist, wird sie doch vom Autor äußerst verschieden abgehandelt. Herrscht nämlich in dem Buch Wo ich sterbe ist meine Fremde vor allem in den ersten Gedichten ein leichter und versöhnlicher Ton vor, wenn der Autor von seiner am Anfang hoffnungsvollen Rückkehr in den Iran 1979 nach dem Sturz des Schahs von Persien erzählt, so findet sich in Dann schreie ich, bis Stille ist überhaupt keine Spur von Hoffnung und positivem Zukunftsglauben, da der Dichter, im Bewusstsein der Unmöglichkeit einer raschen Änderung der Lage in seiner Heimat, hier das einsame Leben in seinem zweiten deutschen Exil beschreibt.

Wo ich sterbe ist meine Fremde ist nach dem großen Publikumserfolg seiner Gedichtsammlung Liebesgedichte erst das zweite Werk, das er veröffentlicht hat. Auch hier gelingt es dem Dichter, die Seele des...

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