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SAID – Ein Leben in der Fremde

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Arianna Di Bella

Diese Arbeit untersucht die Leitmotive des literarischen Schaffens SAIDs – Politik, Liebe, Religion – und zwar sowohl in den lyrischen Texten als auch in den Prosaschriften. Der aus dem Iran stammende Autor betrachtet die deutsche Sprache als das ihm angemessene Mittel, sein freies Leben in Deutschland und seine Liebe zu diesem Land auszudrücken. Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, hat er sich eine besondere Stellung innerhalb der Migrantenliteratur gesichert. In den Blick genommen wird auch der Zusammenhang zwischen den Themen der Texte und SAIDs Laufbahn.
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Einleitung

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Die Zahl der ausländischen Autoren in Deutschland, die auf Deutsch anstatt in ihrer Muttersprache schreiben, ist in den letzten Jahren ständig gewachsen und viele von ihnen behaupten sich durchaus erfolgreich in der literarischen Szene. Dennoch fühlt sich die Mehrzahl von ihnen zwischen zwei Welten und zwei Kulturen beheimatet.

Dies gilt auch für Said, oder, um bei seiner Schreibweise zu bleiben, SAID, einen iranisch-deutschen Schriftsteller, der als junger Mann wegen seines Studiums nach Deutschland kam, und der heute zweifellos einer der wichtigsten zeitgenössischen iranischen Autoren ist. Ganz fühlt er sich weder seiner Heimat zugehörig noch dem Gastland, in dem er schon lange wohnt, er bezeichnet sich selbst als einen „Weltbürger ohne ein eigenes Fenster“.1 Er sieht sich auch als Dichter, der einerseits ganz selbstverständlich seine Heimat Iran, die ihm seit der Diktatur verschlossen ist, mit sich trägt, andererseits verspürt er wie viele seit langem exilierte Schriftsteller ein gewisses Fremdheitsgefühl dem eigenen Land gegenüber.

Seit Jahren prangert er aus dem Exil heraus die Unterdrückung im Iran an. Doch wenn er auch häufig von den Medien eingeladen wird, um über die iranische Politik zu referieren und diese auch nach eigenem Bekenntnis ein Leitmotiv seines literarischen Schaffens ist, so versteht er sich nicht als politischer Autor. Vielmehr sieht er sich als „Augenmenschen“, der die Realität aufmerksam beobachtet und mit seinen Werken das Gewissen seiner Leser in Bezug auf die schon lange...

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