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Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
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15. Zusammenfassung

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15.1 Zielsetzung und Vorgehen, Rahmenbedingungen

Ausgehend von der Tatsache, dass heutige Kindheiten Medienkindheiten sind und der daraus oft abgeleiteten Forderung, die Schule müsse dies mittels verstärktem Unterricht mit digitalen Medien aufgreifen, habe ich mir die Frage gestellt, ob die postulierten Erwartungen und Effekte tatsächlich eintreten. Mein Erkenntnisinteresse lag in der Frage, ob Lernen mit digitalen Medien ‚traditionellem‘ Lernen überlegen sei bzw. wie eine Lernumgebung zu gestalten sei, mittels derer es möglich sein würde, diese Medien in den Geschichtsunterricht zu integrieren. So habe ich eine Studie durchgeführt, in der Lerngruppen der Klassenstufe 7 am Beispiel der Stadt im späten Mittelalter mit einer CD-ROM gearbeitet haben, die vom SWR für schulische Zwecke entwickelt worden ist. Für die Auswahlentscheidung der CD-ROM habe ich einen Kriterienkatalog entwickelt, der neben der Produktbeurteilung auch die Lernumgebung beinhaltet. Gemäß dem Ansatz des gemäßigten Konstruktivismus und der Kompetenzorientierung haben die Schüler arbeitsteilig in Gruppen gearbeitet und Produkte wie Wandzeitung und Vortrag erstellt. Mit einer Leistungsüberprüfung kontrollierte ich die Sachkompetenz nach Abschluss der Reihe ab. Um eine Einschätzung der Beteiligten zum Arrangement zu bekommen, habe ich die Lernenden mittels eines Fragebogens, die Lehrenden mittels eines halbstandardisierten Leitfadeninterviews befragt. Die Wissensüberprüfung und die Fragebögen der Lernenden habe ich quantitativ ausgewertet. Die Interviews habe ich mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Rückblickend hat sich die Entwicklung eines eigenen Kriterienkatalogs zur Beurteilung von Lernsoftware bewährt, da die...

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