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In dreißig Jahren um die Welt

Begegnungen mit Menschen, Sprachen und Kulturen

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Lutz Götze

Der Band enthält Beschreibungen von Reisen, die der Autor als Germanist und Privatreisender während dreier Jahrzehnte in alle Kontinente unternommen hat. Ziel war, die deutsche Sprache und Literatur – als Teil der europäischen Kultur – zu lehren und zu verbreiten. Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen sowie vielfältige Eindrücke prägen die Texte. Grundlage der Schilderungen sind häufig Gedanken Wilhelm von Humboldts über die jeder Sprache innewohnende Weltansicht sowie die Kulturspezifik von Zeit und Raum. Das Glück des Reisens, aber auch die Klage über die ubiquitäre Zerstörung von Kulturen durch einen entfesselten Turbokapitalismus, werden transparent. Der Autor ruft auf zum Widerstand gegen diese scheinbar unaufhaltsame Entwicklung.
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1991 Argentiniens Andenregionen. Eine Reise in die Cuyo-Provinz nach Mendoza, zum Aconcagua und nach Salta

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Argentinien ist nach wie vor für viele Europäer ein fernes und unentdecktes Land. Der Fußballfreund denkt an Maradona und River-Plate-Stadion, der Musikliebhaber an Tango und Carlos Gardel, mancher an Feuerland, und noch andere denken an Spitzenweine aus Mendoza. Damit aber hat es sich dann zumeist.

Das Riesenland bietet dem Reisenden vom tropischen Norden der Iguaçu-Wasserfälle bis zum sturmumtobten Feuerland auf fast 4.000 Kilometer Länge unendlich viele Eindrücke, die eine Auswahl unabdingbar machen. Besonders reizvoll und unter Touristen wohl am wenigsten bekannt sind der Westen und Nordwesten Argentiniens, begrenzt von der Provinz Cuyo mit der Hauptstadt Mendoza im Süden und den Provinzen Salta und Jujuy im Norden an der bolivianischen Grenze: ein fast 2.000 Kilometer langer Streifen am Osthang der Anden.

Mendoza wurde 1561 von den Spaniern gegründet, zählt heute 800.000 Einwohner und ist stark durch spanische und italienische Einwanderergruppen beeinflusst. Sie haben der Stadt ein freundliches und beschwingtes Gepräge gegeben, voller Umweltbewusstsein und Stolz: Mendoza – una ciudad en flores ist überall zu lesen. Das Zentrum um die Plaza San Martin zeigt moderne Architektur, in den Vororten wie Lucan und Maipu finden sich noch Kirchen wie die Nuestra Señora de la Carrodilla und andere Bauten aus der Kolonialzeit. Hier befinden sich auch die weltberühmten Bodegas, die Weingüter wie San Felipe, Lagarde, Lopez oder Navarra, deren Spitzenweine bei jedem Wettbewerb den französischen Kreszenzen, egal ob rot oder weiß, das Leben schwermachen und schon...

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