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Globalisierung in Zeiten der Aufklärung

Texte und Kontexte zur «Berliner Debatte» um die Neue Welt (17./18. Jh.) – Teil 1 und Teil 2

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Edited By Vicente Bernaschina, Tobias Kraft and Anne Kraume

Mit der Erkundung und Eroberung der Neuen Welt beginnt die Geschichte eines europäischen Bewusstseins von Globalisierung. Das Schlüsselthema unserer Zeit hat besonders in der Aufklärung Konjunktur. Die hierfür zentrale «Berliner Debatte» legt die entscheidenden Fragen zu den konkurrierenden Weltbildern zwischen Alter und Neuer Welt offen. Die beiden Bände bieten Forschungsgrundlage und Forschungsergebnisse zugleich: Band 1 analysiert in zahlreichen Fachbeiträgen die kultur- und wissenschaftshistorischen Perspektiven der «Berliner Debatte». Band 2 bietet erstmals einen repräsentativen Querschnitt ihrer Texte und Kontexte: Acosta, Garcilaso de la Vega, Fontenelle, Voltaire, La Condamine, Friedrich II., Alfieri, Raynal, Clavijero, León y Gama, die Enzyklopädisten, Georg Forster, Teresa de Mier, Alexander von Humboldt und Victor Séjour.
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Preußische und spanische Legenden in Schwarz und Weiß: Vittorio Alfieris dramatische Tyrannenkritik an Felipe II. und Friedrich II

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Daniel Winkler

Preußische und spanische Legenden in Schwarz und Weiß

Vittorio Alfieris dramatische Tyrannenkritik an Felipe II. und Friedrich II.

Il Conte di Finch, Ministro del Re, il quale mi presentava, mi domandò perché io, essendo pure in servizio del mio Re, non avessi quel giorno indossato l’uniforme. Risposigli: ‚Perché in quella corte mi parea ve ne fossero degli uniformi abbastanza.’ Il Re mi disse quelle quattro solite parole di uso; io l’osservai profondamente, ficcandogli rispettosamente gli occhi negli occhi; e ringraziai il Cielo di non mi aver fatto nascer suo schiavo. Uscii di quella universal caserma prussiana verso il mezzo Novembre, abborrendola quanto bisognava. (Alfieri 2001a: 120)

Ein Minister des Königs, Graf Finck, der mich vorstellte, wollte wissen, warum ich an jenem Tage meine Uniform nicht angelegt habe, obwohl ich doch meinem König diente. Ich antwortete ihm: ‚Weil ich der Meinung war, an diesem Hofe gäbe es schon genug Uniformen.’ Der König richtete die üblichen drei oder vier Worte an mich. Ich beobachtete ihn genau und fixierte ihn scharf, bei allem gebotenen Respekt Aug’ in Auge. Und ich dankte dem Himmel, dass ich nicht als sein Sklave geboren worden war. Gegen Mitte November verließ ich diese riesige preußische Staatskaserne, voll Abscheu, wie es sich gehörte.1

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