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Vorintegrative Sprachförderung an den Goethe-Instituten in der Türkei

Zur Wirksamkeit vorintegrativer Sprachförderung im Rahmen des Sprachnachweises beim Ehegattennachzug – eine empirische Untersuchung

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Benedikt Döhla

Benedikt Döhla untersucht in seinem Buch die Wirksamkeit der Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung an den Goethe-Instituten Ankara, Istanbul und Izmir. Diese wurden ab September 2007 im Zuge der gesetzlichen Einführung des Sprachnachweiserfordernisses beim Ehegattennachzug eingerichtet. Die Erkenntnisse, die der Autor mittels qualitativer und standardisierter Befragungen von Mitarbeitern und (ehemaligen) Nutzern der Angebote gewonnen hat, erlauben ihm fundierte Aussagen zur Zusammensetzung der Teilnehmergruppe, Erwartungen an den Einsatz der erlernten Deutschkenntnisse und deren Gebrauch nach erfolgtem Nachzug. Dabei bewertet die Mehrheit der Befragten die Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung in Bezug auf das Deutschlernen sowie die Vorbereitung auf das Leben in Deutschland positiv. Das Buch enthält im Anhang die Fragebögen zur Studie «Sprachkurse und Sprachprüfungen am Goethe-Institut Türkei».
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V Die qualitativen Erhebungen an den Goethe-Instituten in der Türkei (Ankara, Istanbul, Izmir)

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Die Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung für die Teilnehmergruppe der nachziehenden Ehegatten an den G-­I in der Türkei werden in einer explorativ ausgerichteten, qualitativen Teilstudie untersucht. Auf diese Weise gewonnene Erkenntnisse bilden die Grundlage einer umfassenden Beschreibung der Angebote sowie der Bestimmung ihrer Funktion für die Teilnehmergruppe. Darüber hinaus wird in den folgenden Untersuchungsteilen an verschiedener Stelle auf sie zurückgegriffen (→Teil 3 Kapitel III).

Für die explorative Erschließung der Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung bietet sich eine qualitative Vorgehensweise an (Diekmann 2010: 33ff.).18 Diese eignet sich besonders für Fälle, in denen „es um die Erschließung eines bislang wenig erforschten Wirklichkeitsbereichs geht“ (Flick/von Kardofff/Steinke 2010: 25). Qualitative Forschung will Zusammenhänge entdecken, indem aus zur Verfügung stehendem Datenmaterial unmittelbar Rückschlüsse gezogen werden; im Zentrum steht die Entwicklung von Theorien und Hypothesen(Flick/von Kardoff/Steinke 2010: 22ff., Lamnek 2010: 19ff.). Dabei muss der qualitative Forschungsprozess „methodisch kontrolliert ablaufen, die einzelnen Verfahrensschritte müssen expliziert, dokumentiert werden und nach begründeten Regeln“ (Mayring 2002: 29) vorgenommen werden.

Mit einer qualitativen Vorgehensweise erhaltene wissenschaftliche Erkenntnisse über soziale Konstruktionen im Kontext der Angebote zur ← 127 | 128 → vorintegrativen Sprachförderung an den G-­I können wertvolle Anhaltspunkte für Inhalt, Gestaltung und Einsatz der in den folgenden Untersuchungsteilen einzusetzenden Erhebungsinstrumente liefern. Ebenso können die in den einzelnen...

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