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Energietransformation, dezentrale Erzeugungsprobleme und Finanzierung der Solarindustrie

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Paschen von Flotow, Dirk Schiereck and Julian Trillig

Die Solarindustrie erlebte insbesondere in Deutschland einen unvergleichbar rasanten und medienträchtigen Aufstieg. Jedoch wurde dieser Aufschwung von einer ebenso beeindruckenden Konsolidierungsphase abgelöst und führte vor allem im Jahr 2013 zu zahlreichen Insolvenzen und zum Abbau jedes dritten Arbeitsplatzes. Vor diesem wechselhaften Hintergrund werden in diesem Band der Reihe Finanzmärkte und Klimawandel eine ganze Reihe ökonomischer, insbesondere finanzwirtschaftlicher Aspekte der Solarindustrie und komplementärer Technologien beleuchtet. Die Einsichten aus diesen Analysen helfen, das Grundverständnis für diesen für die angestrebte Energiewende so wichtigen Bereich der deutschen Industrie nachhaltig zu vertiefen.
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Projektfinanzierung von Müllheizkraftwerken

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Robert Fraunhoffer, Benjamin J. Schröder ← 41 | 42 →

 

Mitte 2012 deutete sich eine große Übernahme am Müllverbrennungsmarkt an. Die Mannheimer MVV Energie hat nach Medienberichten zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro für die E.ON-Abfallsparte Energy from Waste geboten (Mannheimer Morgen, 2012). Der geplante Kauf zielt auf das ganze Unternehmen mit 18 Müllverbrennungsanlagen ab, mit einer Jahreskapazität von ca. 4 Mio. Tonnen und einem Umsatz von 544 Mio. Euro in 2011 (N-TV, 2012). Im Dezember 2012 ist es letztendlich zu einem Verhandlungserfolg gekommen: Der schwedische Finanzinvestor EQT beteiligt sich mit 51% an einem Joint Venture mit E.ON (Wirtschaftswoche, 2012), (Euwid - Recycling und Entsorgung, 2012).

Dieser aktuelle Fall zeigt die gewachsene Relevanz des deutschen Müllverbrennungsmarktes in dem derzeit 73 Müllverbrennungsanlagen existieren, die Siedlungsabfälle wie Hausmüll und Gewerbeabfälle energetisch verwerten (BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2012). Diese Anlagen benutzen jährlich etwa 18 Mio. Tonnen Abfälle, was einem Energiepotenzial von ca. 4,9 TWh entspricht. Insbesondere die knapper werdenden Rohstoffe und damit verbundenen Preissteigerungen in Verbindung mit der gewachsenen medialen Relevanz von Umweltschutz und Klimawandel haben den Antrieb gegeben, Abwässer und Abfälle möglichst optimal energetisch und stofflich zu verwerten. Eine moderne Abfallwirtschaft bedeutet daher Ressourcen- und Klimaschutz gleichermaßen. Moderne Anlagen können diese Kriterien erfüllen und produzieren ein hohes Maß an Wertstoff- und Energierückgewinnung (BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und...

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