Show Less
Restricted access

Bildungsprozesse zwischen Kindergarten- und Grundschulkindern in Auseinandersetzung mit den Dingen

Ergebnisse eines institutionenübergreifenden Lernwerkstattprojekts

Thomas Grunau

Obwohl sich zahlreiche pädagogische Projekte unter dem Namen Lernwerkstatt firmieren und der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu den meistdiskutierten erziehungswissenschaftlichen Themen der letzten Jahre zu zählen ist, gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich mit der konkreten pädagogischen Arbeit in diesen Feldern auseinandersetzen. Der Autor geht diesen Desiderata nach und beleuchtet in seiner Studie die praktische Gestaltung des Übergangs in die Grundschule in einem institutionenübergreifenden Lernwerkstattprojekt. Die Bildungsprozesse zwischen Kindergarten- und Grundschulkindern in Auseinandersetzung mit ihrer räumlich-materialen Umwelt stehen dabei im Zentrum. Zudem kann nachgewiesen werden, wie Kinder in pädagogischen Räumen als kleine ForscherInnen adressiert werden.
Show Summary Details
Restricted access

4  Zentrale Ergebnisse

← 74 | 75 → 4  Zentrale Ergebnisse

Extract

In den erhobenen Daten des Projekts LerI bzw. bei der teilnehmend beobachteten institutionenübergreifenden Lernwerkstattarbeit in Niedersachsen zeigten sich verschiedene Aspekte, mit denen die zentralen Untersuchungsfragen (siehe 3.4) dieser Arbeit beantwortet werden können.

Bemerkenswerterweise gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Lernwerkstattteilprojekten, die sich auch in den Daten ausdrücken. Während das initiierte LerI-Projekt im Herbst 2012 als Tandemarbeit konzipiert war (einE SchülerIn und ein Kindergartenkind), ist die nun institutionalisierte Lernwerkstattarbeit der beiden Institutionen, die im Frühjahr 2013 teilnehmend beobachtet wurde, vorerst als vollkommen offene und freie Arbeit angelegt.80 Im Vergleich zum LerI-Projekt, in dem sich die institutionellen Kontexte der SchülerInnen (zweite Klasse) stärker von den Kindergartenkindern unterschieden (ca. ein Jahr vor Schuleintritt), befanden sich beide Kindergruppen in einem näheren kontextuellen Rahmen. Die teilnehmenden Kindergartenkinder waren kurz vor dem Übergang in die Grundschule und die SchülerInnen waren ‚erst‘ ca. ein dreiviertel Jahr eingeschult. Dies hatte u. a. unterschiedliche Auswirkungen auf die Symmetrie der Interaktionen zwischen den Kindern.

Im Folgenden werden fünf Fallbeispiele aus unterschiedlichen Lernwerkstattsitzungen analysiert. Die ersten vier Ausschnitte sind aus den ergänzten Transkripten des LerI-Projekts, der fünfte aus dem Kooperationsprojekt des Kindergartens und der Schule. Aufgrund der unterschiedlichen Datenmenge der beiden Untersuchungen wird dem Projekt LerI eine höhere Gewichtung beigemessen. Namen, Orte o. ä., was auf die Identität der untersuchten Kinder und LehrerInnen schließen lassen könnte, wurde anonymisiert. Im LerI-Projekt arbeiteten folgende Kinder im Tandem zusammen:

Die Kinder...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.