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Coachingbasiertes Training

Einsatzbereiche – Methodik – Sprechwissenschaftliche Studie zur Transferqualität

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Björn Fiedler

Wie können Verhaltenstrainings in Unternehmen so gestaltet werden, dass jeder einzelne Mitarbeiter genau das lernt, was er braucht, um nach dem Training sein Tagesgeschäft besser zu meistern? Der Autor dieses Buches hat sich dieser Frage zwölf Jahre lang als Forscher, Trainer und Coach gewidmet. Er bietet Personalentwicklern, Trainern und Führungskräften in diesem Buch einen wissenschaftlich fundierten, innovativen und praxisnahen Lösungsweg an. Beim coachingbasierten Training werden Coachingmethoden unter vier Augen vor der Gruppe ins Training integriert und die Vorteile beider Verfahren vereint. Anhand von zwei Trainingsdesigns, drei adaptierten Coachingmethoden und 14 Coachingsitzungen erhält der Leser eine Fülle neuer Impulse, wie persönliche Lernziele und individuelle Kommunikationssituationen in Gruppentrainings praxisnah gecoacht werden können. Gleichzeitig zeigt die qualitative Grounded Theory Studie zum Praxistransfer mit 15 Evaluationsinterviews, von welchen Erfolgsfaktoren der Transfer beim coachingbasierten Training aus Teilnehmersicht abhängt.
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5 Untersuchung zur Wirkung und Transferqualität

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Ziel der Untersuchung ist es, eine Theorie zu generieren, die erstens Erklärungsansätze zu den Wirkungen des coachingbasierten Trainings auf die Fallgeber und Teilnehmer liefert, und zweitens Vorhersagen zur Transfer-Effektivität ermöglicht. Im Folgenden stelle ich zunächst dar, welche grundsätzlichen sozialwissenschaftlichen Vorgehensweisen es zur Entwicklung von Theorie gibt. Anschließend stelle ich die Grounded Theory Method zur Theoriebildung detaillierter vor und begründe, warum ich mich für diese Methode der Theoriegenerierung entschieden habe.

Theorie lässt sich auf deduktivem oder induktivem Weg generieren (vgl. Glaser / Strauss 2008, 242 f. sowie Charmaz 2006, 125 f.). Ein typischer deduktiver, verifikatorischer Weg wäre es, zunächst eine Theorie mit vermuteten Kategorien, Zusammenhängen und Hypothesen zu konstruieren, um diese anschließend mit Felddaten zu beweisen (vgl. Glaser / Strauss 2008, 243). Derartige positivistische Theorien lassen sich wie folgt beschreiben:

“Positivist theory aims for parsimony, generality, and universality and simultaneously reduces empirical objects and events to that which can be subsumed by the concepts. Positive theory seeks causes, favours deterministic explanations, and emphasizes generality and universality” (Charmaz 2006, 126; zur Möglichkeit einer formalen Grounded Theory vgl. Glaser 2008, 97 f.).

Dieses Vorgehen hat drei Nachteile: Erstens werden deduktive Theorien nicht anhand von Felddaten entwickelt, weshalb sich die angenommenen Kategorien und Hypothesen als falsch erweisen können (ebd., 243). Glaser und Strauss zufolge hat dies „üblicherweise zur Folge, dass die Daten gewaltsam gebogen und verzerrt werden, um doch auf die Kategorien...

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