Show Less
Restricted access

Ethik in der Medizin aus Patientensicht

Perspektivwechsel im Gesundheitswesen

Series:

Edited By Inken Emrich, Leyla Fröhlich-Güzelsoy and Andreas Frewer

Das 2012 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Patientenrechtegesetz hat mehrere Ziele in Bezug auf die Wahrnehmung der Belange von Kranken: Transparenz klinischer Therapiewege, ein besserer Umgang mit möglichen Behandlungsfehlern und schnellere Verfahrensabläufe sowie eine Reihe von weiteren Aspekten. Im Kern markiert dieser neue juristische Rahmen vor allem aber ein Phänomen: Den zentralen Perspektivwechsel im Gesundheitswesen hin zu einer stärkeren Orientierung am Patienten. Dieser Band dokumentiert und analysiert verschiedene Aspekte dieser wichtigen Entwicklung in zwei großen Abschnitten und zehn Einzelkapiteln: Historischer Wandel der Patientenrolle im Gesundheitswesen, die wichtige Funktion der Selbsthilfegruppen als Bürgerbewegung, patientenorientierter Umgang mit Beschwerden, empirische Untersuchungen zur Arzt-Patient-Beziehung und die Entstehung der «Unabhängigen Patientenberatung Deutschland» (UPD). Ein Schwerpunkt des Bandes ist das Instrument des Patientenfürsprechers zur Stärkung der Rechte von Kranken. Erfahrungsberichte zur klinischen Implementierung und unterschiedliche Modelle für Kontaktpersonen zur Patientenfürsprache werden ebenso vorgestellt wie Fallberichte der Aktiven zum besseren Vergleich der klinischen Problemfelder.
Show Summary Details
Restricted access

Ehrenamtlicher Einsatz für den Patienten Erfahrungsbericht zweier Patientenfürsprecherinnen: Christine Ritter, Erika Sturm

Extract

Christine Ritter, Erika Sturm

Ehrenamtlicher Einsatz für den Patienten Erfahrungsbericht zweier Patientenfürsprecherinnen

1.Einführung

Patientenfürsprecher sind seit 1996 an den fünf städtischen Kliniken in München im Einsatz. Nach einem Beschluss des Gesundheitsausschusses vom 09.02.1995 wurden zehn Stellen – für jedes Haus zwei – eingerichtet. Seit den Anfangszeiten hat sich viel geändert rund um die Tätigkeit, die Anerkennung bei Patienten, bei der Eingliederung in die einzelnen Häuser und nicht zuletzt im Gesundheitswesen. Im Jahr 2011 konnten die Münchner Patientenfürsprecher ihr 15-jähriges Jubiläum feiern. Als mittlerweile gut integriertes System profitieren die Vertreter der Patientenfürsprache von einer guten Zusammenarbeit in den einzelnen Häusern und genießen eine breite Akzeptanz in ihrem Arbeitsumfeld.

1.1Einbettung der Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.