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Motivieren und Motivation im Deutschen als Fremdsprache

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Edited By Lutz Götze, Pakini Akkramas, Gabriele Pommerin-Götze and Salifou Traoré

Das Buch vereint die Beiträge der 2013 von der Deutschabteilung der Ramkhamhaeng-Universität Bangkok organisierten Konferenz zum Thema Motivieren und Motivation im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Die Motivation im Fremdsprachenunterricht ist ein komplexes, multifaktorielles Phänomen, dessen Gelingen vor allem einen Lernenden und seine Bereitschaft zum Lernen voraussetzt. Demgegenüber können sich die Lehrenden lediglich um die Gestaltung einer lernbegünstigenden Umgebung bemühen. Dieser und ähnlichen Fragestellungen widmen sich die Autoren in diesem Band. Im Fokus der Betrachtung steht der fremdsprachliche Deutschunterricht in Südostasien.
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Motivation: ein kulturelles Problem: Lutz Götze

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Der Begriff Motivation ist heute in aller Munde, entsprechend unübersichtlich ist die Forschungssituation. Allgemein anerkannt in den Industrieländern ist, dass Motivation einen Prozess darstellt, nämlich das Streben nach Zielen oder Wunschobjekten. Weiterhin besteht dort Konsens darüber, dass Motivation bedingt angeboren (genetisch) ist und der Prozess sowohl emotional wie rational gesteuert wird. Ziele sind nach McClelland und Atkinson Leistung, Macht und/oder Anschluss („Big three“); diese Motive sind entweder bewusst (explizit) oder unbewusst (implizit). Der Weg dahin führt über intrinsische (um seiner selbst willen) oder extrinsische (ein Vorteil wird erwartet) Motivation.

Das hier vertretene Konzept relativiert diesen Denkansatz und verwirft seinen globalen Anspruch. In Wahrheit handelt es sich dabei um den hegemonialen Anspruch der Industrieländer. Unser Konzept hingegen betont die zentrale Rolle der Kulturen. Dabei werden, zumal für den Bereich Südostasiens, Religionen, Normen und Traditionen der Region berücksichtigt, die das menschliche Verhalten bis heute entscheidend prägen: Solidarisches Handeln, Empathie, circuläre Zeitauffassung, Kontemplation. Anschließend werden Vorschläge für den praktischen Deutschunterricht gegeben.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich danke herzlich für die Einladung zu dieser Konferenz und empfinde sie als Ausdruck einer langjährigen und engen Verbundenheit zwischen Kolleginnen sowie Kollegen aus dem südostasiatischen Raum, zumal hier an der Ramkhamhaeng-Universität, und mir – eine Verbundenheit, die natürlich von meinem Schüler und längst bestens ausgewiesenen Lehrer und Forscher, Herrn Professor Salifou Traoré, begründet wurde, aber inzwischen zahlreiche Partner...

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