Show Less
Restricted access

Motivieren und Motivation im Deutschen als Fremdsprache

Series:

Lutz Götze, Pakini Akkramas, Gabriele Pommerin-Götze and Salifou Traoré

Das Buch vereint die Beiträge der 2013 von der Deutschabteilung der Ramkhamhaeng-Universität Bangkok organisierten Konferenz zum Thema Motivieren und Motivation im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Die Motivation im Fremdsprachenunterricht ist ein komplexes, multifaktorielles Phänomen, dessen Gelingen vor allem einen Lernenden und seine Bereitschaft zum Lernen voraussetzt. Demgegenüber können sich die Lehrenden lediglich um die Gestaltung einer lernbegünstigenden Umgebung bemühen. Dieser und ähnlichen Fragestellungen widmen sich die Autoren in diesem Band. Im Fokus der Betrachtung steht der fremdsprachliche Deutschunterricht in Südostasien.
Show Summary Details
Restricted access

Motivation der Lernenden als Glücksfall im System?: Reiner Meißner

Extract

„Für die Motivation der Schüler sind allein die Lehrer zuständig!“

Mit diesem keine Gelegenheit für Widerworte lassenden Anspruch wurde die Referendarausbildung des Verfassers eingeläutet. Was folgte, waren endlose Versuche, selbst uninteressiertesten Schülern die Schönheiten des jeweiligen Unterrichtsstoffes auf atemberaubende Art und Weise schmackhaft zu machen. Selten genial, gelegentlich albern, oft aber demotivierend – für den Lehrer.

Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum Motivation gelingt, öfter aber misslingt. Und es wird versucht zu zeigen, was geschieht, wenn man die Motivation der Lernenden einmal nicht isoliert betrachtet, sondern diese in Beziehung setzt zur Motivation der Lehrer und Eltern.

Wenn Sie diesen Beitrag zur Kenntnis nehmen, erwarten Sie, dass ich aufs Höchste motiviert war, Sie mit meinen Gedanken zum Thema zu beglücken. Sie setzen voraus, dass ich, bestens präpariert, mit Weisheiten dienen kann, die so noch nicht gedacht wurden. Sie hoffen, bereichert zu werden, Aha-Effekte zu erleben, einen weiteren tiefen Einblick ins Thema der Motivation zu bekommen. So, wie ich Sie mir vorstelle, gehe ich davon aus, dass Sie aufs Höchste motiviert sind, meinen Ausführungen zu folgen, ich setze voraus, dass sie meinen Worten Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und Anerkennung im Anschluss schenken werden. Und wenn Sie und ich dann über unsere jeweiligen, an die andere Seite gerichteten, Erwartungen herzlich gelacht haben, können wir uns mit vollem Ernst unseren gegenseitigen Fehlleistungen zuwenden.

Ich möchte Sie nicht verwirren, aber was ich hier...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.