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Motivieren und Motivation im Deutschen als Fremdsprache

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Edited By Lutz Götze, Pakini Akkramas, Gabriele Pommerin-Götze and Salifou Traoré

Das Buch vereint die Beiträge der 2013 von der Deutschabteilung der Ramkhamhaeng-Universität Bangkok organisierten Konferenz zum Thema Motivieren und Motivation im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Die Motivation im Fremdsprachenunterricht ist ein komplexes, multifaktorielles Phänomen, dessen Gelingen vor allem einen Lernenden und seine Bereitschaft zum Lernen voraussetzt. Demgegenüber können sich die Lehrenden lediglich um die Gestaltung einer lernbegünstigenden Umgebung bemühen. Dieser und ähnlichen Fragestellungen widmen sich die Autoren in diesem Band. Im Fokus der Betrachtung steht der fremdsprachliche Deutschunterricht in Südostasien.
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Kognition, Emotion und Motivation im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht: Salifou Traoré

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Seit den 1990-er Jahren des vorigen Jahrhunderts nimmt das Interesse der fremdsprachenerwerbsbezogenen Motivationsforschung außer an endogenen auch an exogenen Faktoren zu. Dabei wird im Rückgriff auf kognitionspsychologische und hirnphysiologische Erkenntnisse der Versuch unternommen, der Motivation in der Wechselwirkung von Emotion und Informationsverarbeitung auf den Grund zu gehen. Der Beitrag fokussiert diese Perspektive der Motivation im Lernprozess des Deutschen als Fremdsprache.

Motivation ist ein Sammelbegriff, der zurückzuführen ist auf eine Vielfalt von Prozessen, deren gemeinsamer Kern darin besteht,

„daß ein Lebewesen sein Verhalten um der erwünschten Folgen willen auswählt und hinsichtlich Richtung und Aufwand an Anstrengung und Ausdauer steuert. Die im Verhalten zu beobachtende Zielgerichtetheit, der Beginn und der Abschluß einer übergreifenden Verhaltenseinheit, ihre Wiederaufnahme nach Unterbrechung, der Wechsel zu einem neuen Verhaltensabschnitt, der Konflikt zwischen verschiedenen Zielen des Verhaltens und seine Lösung – all dies wird dem Problemfeld der Motivation zugerechnet“ (Schmalt/Heckhausen (²1992, 549).

Damit wird u.a. behauptet, dass Motivation ein dynamisches Konstrukt sei, dessen Intensität und Qualität sich im Laufe des Lernprozesses verändern, an Intensität und Qualität aber auch verlieren könne. Dabei stellt sich die fundamentale Frage, inwieweit und unter welchen Bedingungen ein Lernender bereit ist, ein bestimmtes Lernziel zu verfolgen und, im Idealfall, zu erreichen.

In der fremdsprachenerwerbsbezogenen Motivationsforschung traditionellen Zuschnitts wird vor allem in Anlehnung an die Untersuchungen von Gardner/Lambert (1972) und Gardner (1985) die Unterscheidung in integrative und instrumentelle Motivation vorgenommen. Der erste Fall bezieht sich...

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