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Motivieren und Motivation im Deutschen als Fremdsprache

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Lutz Götze, Pakini Akkramas, Gabriele Pommerin-Götze and Salifou Traoré

Das Buch vereint die Beiträge der 2013 von der Deutschabteilung der Ramkhamhaeng-Universität Bangkok organisierten Konferenz zum Thema Motivieren und Motivation im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Die Motivation im Fremdsprachenunterricht ist ein komplexes, multifaktorielles Phänomen, dessen Gelingen vor allem einen Lernenden und seine Bereitschaft zum Lernen voraussetzt. Demgegenüber können sich die Lehrenden lediglich um die Gestaltung einer lernbegünstigenden Umgebung bemühen. Dieser und ähnlichen Fragestellungen widmen sich die Autoren in diesem Band. Im Fokus der Betrachtung steht der fremdsprachliche Deutschunterricht in Südostasien.
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Schreib(de)motivation im DaF-Unterricht. Von Satansstiften, goldenen Büchern und anderen Fabeldingen: Michaela Zimmermann

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Ausgehend von aktuellen Diskussionen um das thailändische Bildungswesen, reflektiert der vorliegende Beitrag zunächst die Frage, warum die Schreibfertigkeit bei den meisten thailändischen Studierenden die unbeliebteste der vier Fertigkeiten ist. Ausgehend hiervon werden Anregungen gegeben, was Lehrende tun können, beim Schreibgerät angefangen bis hin zu konkreten Unterrichtsvorschlägen, um dieser tiefwurzelnden Demotivation entgegenzuwirken und die Freude am Schreiben (wieder) zu wecken. Der Beitrag schließt mit vier Thesen zur Steigerung der Motivation von Lernenden im Fremdsprachenunterricht.

Spätestens seit Anfang September des Jahres 2013 geht ein Gespenst um in Thailand. In der ersten Woche dieses Monats nämlich forderte der damalige Bildungsminister Chaturon Chaisang eine Antwort auf die Frage, wie es möglich ist, dass in einer aktuellen Veröffentlichung des Weltwirtschaftsforums das thailändische Bildungssystem unter allen acht ASEAN-Nationen insgesamt den letzten Platz einnimmt. Ursachenforschung ist seitdem angesagt. Schon wieder.

Denn wenn solche Meldungen auch für Furore sorgen, unbekannt sind die Mängel keineswegs und wirklich überraschend kommt die Platzierung auch nicht. Beispielsweise berichtet Sereemongkonpol (2013, 12) über die Ergebnisse mehrerer Umfragen, durchgeführt zwischen August 2012 und Mai 2013 von den Meinungsforschungsinstituten NIDA und Suan Dusit. Hiernach beurteilen zwar 41,74% der Befragten das thailändische Bildungssystem gegenüber früheren Jahren als verbessert (wegen moderner Unterrichtstechnik, reformierten Curricula und hohem Wettbewerb unter den Lernenden), 42,86% sind jedoch vom glatten Gegenteil überzeugt: wegen Übergewichtung des Auswendiglernens, Abwesenheit(!) kritischen Denkens, schlecht ausgebildeter Lehrender und übermäßigen Gebrauchs technischer Hilfsmittel...

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