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Kulturmanöver

Das k.u.k. Kriegspressequartier und die Mobilisierung von Wort und Bild

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Edited By Sema Colpan, Amália Kerekes, Siegfried Mattl and Magdolna Orosz

Der Band befasst sich mit dem k. u. k. Kriegspressequartier (KPQ), das von seiner Entstehung und Komplexität her unter den kriegsführenden Ländern des Ersten Weltkriegs einzigartig war. Die Aufsätze widmen sich zum einen jenen Maßnahmen, die das KPQ anordnete, leitete und kontrollierte. Dazu gehörten die Kriegsberichterstattung in journalistischen Frontberichten und fotografischen Dokumentationen, die Verarbeitung des Krieges mittels Malerei oder das Festhalten des Kriegsgeschehens mit der Filmkamera. Zum anderen bewerten die Autoren die Propagandamaßnahmen innerhalb eines breiteren Bezugsrahmens, und zwar mit Blick auf die alternativen Spielräume, die die zentralisierte Verwaltung gestattete. Als Vergleichsebenen werden außerhalb des Wirkungsbereichs des KPQ liegende Tendenzen des Kulturbetriebs herangezogen.
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Erinnerungen eines Kriegsberichterstatters. Die Arbeiten von Ferenc Molnár über seine Kriegserlebnisse

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Boldizsár Vörös

Erinnerungen eines Kriegsberichterstatters Die Arbeiten von Ferenc Molnár über seine Kriegserlebnisse

Am 26. Juli 1914, in den Tagen des Kriegsausbruchs, behauptete der bereits weltberühmte Schriftsteller Ferenc Molnár1 in seinem Artikel in der Sonntagsnummer der niveauvollen unabhängigen Tageszeitung des liberalen großstädtischen Bürgertums, Pesti Hirlap (Pester Journal), im Zusammenhang mit jenem Donnerstag, als der Gesandte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie das Ultimatum an Serbien überreichte, Folgendes:

Ich habe das Gefühl, als wäre dieses plötzlich aufwallende Leben, das die Erregungen von zwei anderen Leben aufwiegt, dennoch ein Geschenk Gottes, das er uns gerade jetzt gab, in diesen Jahren, uns, die wir glaubten, den großen Schauspielen der Welt aus einem Winkel still zuzusehen. Sogar die Stürme sind anders, die Freude größer, das Unglück tiefer in der Welt als in meiner Kindheit. Und alles, was schön, groß, interessant und weltbewegend ist, passiert hier um unseren Winkel.2

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