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Leben und Lehre

Dogmatische Perspektiven auf lutherische Orthodoxie und Pietismus- Studien zu Gerhard, König, Spener und Freylinghausen

Tim Christian Elkar

Ist lutherische Orthodoxie mit toter Dogmatik und Pietismus mit reiner Frömmigkeit gleichzusetzen? Lange wurde dies so gesehen. Tatsächlich begegneten sich beide Richtungen in einer Orientierung auf die theologischen Grundkategorien von Leben und Lehre. Dies wird erstmalig in dieser dogmatischen Arbeit über die vier herausragenden Vertreter beider Richtungen nachgewiesen: Johann Gerhard, Johann König, Philipp Jakob Spener und Johann Anastasius Freylinghausen.
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E. Zusammenfassung

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Welche Ergebnisse haben die vorausgehenden Untersuchungen erbracht? Dies lässt sich am besten mit Blick auf die fünf Ausgangsthesen beantworten. Die erste und grundlegende These behauptet, dass sich aus den „Loci“ und der „Theologia“ eine lutherisch-orthodoxe sowie aus der „GlL“ und der „Grundlegung“ eine pietistische dogmatische Perspektive entwickeln lässt. Außerdem seien die „Loci“, die „Theologia“, die „GlL“ und die „Grundlegung“ typische Repräsentanten für die Dogmatik ihrer Zeit.

Beides lässt sich in modifizierter Form aufrechterhalten. Was die lutherisch-orthodoxen Werke anbelangt, so hat sich gezeigt, dass die „Theologia“ in vielen Punkten mit den „Loci“ in inhaltlichen Aussagen übereinstimmt, so dass es oft möglich war, daraus eine dogmatische Sichtweise zu entwickeln. Dies gilt besonders für das Schrift- und Theologieverständnis, die Ausführungen zum Heilsrahmen, zu den Heilsmitteln und zu Glauben und guten Werken. Erleichtert wurde die Entwicklung einer gemeinsamen dogmatischen Perspektive dadurch, dass die „Loci“ und die „Theologia“ in weiten Teilen ihre Lehre anhand des pragmatologischen Schemas entwickelten. Außerdem stimmen sie oft in der abschließenden Definition der jeweiligen Lehren wortwörtlich überein.

Ebenso sind aber auch Entwicklungslinien innerhalb der lutherischen Orthodoxie hervorgetreten. Neben dem ungleichen Umfang der beiden Werke, der sich vor allem durch die verschiedenen Gattungen erklären lässt, haben sich zwei Unterschiede zwischen den „Loci“ und der „Theologia“ herauskristallisiert. So kommt es einerseits zur Verschiebung der Schwerpunkte innerhalb der Lehrstücke, andererseits erweist sich König als Anhänger der analytischen Methode. Der erste Punkt...

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