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Symbolon

Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V.

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Edited By Hermann Jung

Band 19 des Jahrbuchs SYMBOLON dokumentiert Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen, die bei den Jahrestagungen der Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. 2009–2011 in Ludwigshafen/Rhein und Frankfurt/Main gehalten wurden. Folgende Themenkreise werden behandelt: «Symbole von Trauer und Hoffnung» (Liebeslied als Heimatlied, Tibetisches Totenbuch, Jakobsweg, Jenseitssymbolik, kunsthistorische Phänomene, Das Wunder von Marxloh – ein Moschee-Werbefilm, Symbolbildung und Grenzsituation, Requiem), «Symbole und Zeichen domestizierter Natur I. Das Haus» (Raum und Musik, private Räume des Selbst, die Aura eines Ortes, Schreine der Götter, Weltgehäuse), «II. Sakralbau und Garten» (das Haus Gottes, das Wilde und das Gezähmte im Mittelalter, Boschs Garten der Lüste, literarische Figurationen des Gartensymbols, der phantastische Garten, die Moschee, die Gärten der Hexen und weisen Frauen), weiterhin ein Beitrag zur 40-jährigen Geschichte der Symbolgesellschaft.
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40 Jahre Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. 50 Jahre Jahrbuch SYMBOLON 60 Jahre Diskussion um den Symbolbegriff

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Hermann Jung

I

„fidele signaculum“, hier übersetzt mit „deutlich sprechendes Symbol“, ein kleines, ein verdichtetes Zeichen für alle irdische Kreatur, für unser Leben. Alain de Lille (Alanus ab Insulis), der französische Scholastiker, Zisterziensermönch und Dichter aus dem 12. Jh., begreift es als wichtigen Träger von Bedeutung, von Sinnhaftigkeit und stellt zugleich „die Kardinalfrage ‚nach dem Gemeinten‘“ eine solchen Zeichens, die bis heute Symbolforscher umtreibt.2

Ich habe dieses Zitat in einem der Bände unseres Jahrbuchs SYMBOLON gefunden, es scheint mir wie ein gleichsam zeitenthobenes Motto für die Arbeit unserer Gesellschaft im 40. Jahr ihres Bestehens und für die Beschäftigung mit Symbolen und Symbolik generell. Ein Philosoph und Politologe unserer Tage, Arnold Künzli, beschreibt ein Symbol mit folgenden Worten:

Die Stärke des Symbols, gesellschaftlich gesehen, liegt wesentlich in seiner Integrationskraft, seinem Solidarisierungs- und Mobilisierungseffekt, seinem Rufcharakter, seiner sinn- und identitätsstiftenden Wirkung. [. . .] Dank seiner verallgemeinernden und über die Sinne wirkenden Simplizität überspielt das Symbol das Trennende und weckt das Einigende.3

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