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Verändern Gender Studies die Gesellschaft?

Zum transformativen Potential eines interdisziplinären Diskurses

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl, Ingrid Schmutzhart and Anna Steinpatz

Gender Studies haben sich in den vergangenen Jahrzehnten als kulturwissenschaftlicher, interdisziplinärer und gesellschaftskritischer Diskurs etabliert. Sie analysieren die soziale und kulturelle Konstruktion von Geschlecht, kritisieren etablierte (meist unsichtbare) Machtstrukturen, die Diskriminierung und Ausschließungen produzieren, und beleuchten die Intersektionalität der Dimension Gender mit ethnischen, sozialen, politischen, ökonomischen und religiösen Lebensbereichen. Trotz hoher theoretischer Standards und eines differenzierten Problembewusstseins stellen sich den Gender Studies allerdings durch eingefahrene gesellschaftliche Spielregeln, ökonomische Vorgaben und diskursive Identitätskonstruktionen wirkmächtige Widerstände entgegen. Lassen sich kulturelle Logiken, die repressive und exkludierende Strukturen als natürlich ausgeben, überwinden? Verändern also Gender Studies die Gesellschaft? Eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Salzburg setzte sich im November 2013 mit dieser Frage auseinander und zeigte aus der Perspektive unterschiedlicher Wissenschaften das gesellschaftsverändernde Potential der Gender Studies auf.
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„Der Apfel“ – fruchtbringendes Andersdenken. Über das Gestaltungspotential einer feministisch-theologischen Zeitschrift made in Austria

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Anita Schwantner

„Der Apfel“ – fruchtbringendes Andersdenken Über das Gestaltungspotential einer feministisch-theologischen Zeitschrift made in Austria

Die Anfrage der Herausgeber/innen, einen Beitrag über die Zeitschrift „Der Apfel“ für diesen Sammelband zu schreiben, bedeutete einerseits eine unerwartete, aber willkommene Gelegenheit für eine Revision der „Apfelarbeit“ und andererseits eine außerordentliche Möglichkeit zur Vorstellung der Zeitschrift, ihrer Entstehungsgeschichte und ihres Anliegens. Während einer Redaktionssitzung im Herbst 2013 wurde die Grundstruktur dieses Artikels abgesprochen, daher seien an dieser Stelle alle Redaktionskolleginnen dankend namentlich erwähnt: Dr.in Regina Atzwanger, Mag.a Maria Eicher, Dr.in Teresa Leonhardmair, Dr.in Andrea Pfandl-Waidgasser, Dr.in Martina Schmidhuber und Mag.a Anna Steinpatz.

Vom Heraustreten aus der Vereinzelung

Die Zeitschrift „Der Apfel“ ist das Kommunikationsorgan des Österreichischen Frauenforums Feministische Theologie (ÖFFTh), welches feministisch-theologische Frauengruppen aus ganz Österreich im Zuge eines ersten Treffens 1986 gegründet haben. Diese Gruppen waren im Windschatten der zweiten Frauenbewegung Anfang der 1980er Jahre vorrangig an Theologischen Fakultäten entstanden. Gemeinsam waren ihnen die Auseinandersetzung mit Feministischen Theologien und ein vielfältiges Engagement für fundamentale Veränderungen in Kirche, Theologie und Gesellschaft im Blick auf die Rollen und den Status der Frauen in Theologie und Kirche. Das Bedürfnis, Erfahrungen auszutauschen, und der Wunsch nach einer strukturierten Vernetzung der verschiedenen Gruppen führten zu der gesamtösterreichischen Versammlung. Aus den Berichten über die Anfänge der bald 30jährigen Geschichte des Forums1 geht hervor, dass der feministisch-theologische Austausch immer wieder von intensiven Debatten über das Ma...

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