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Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin

Medycyna i język – język medycyny

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Edited By Eva Brinkschulte, Fritz Dross, Anita Magowska, Marcin Moskalewicz and Philipp Teichfischer

Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin lautete das Thema der 14. Tagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin. Der Tagungsband umfasst 17 Beiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Sprache und Medizin thematisieren. Die Autoren diskutieren die medizinische Fachsprache als internes und externes Kommunikationsmittel hinsichtlich ihres terminologischen und pragmatischen Wandels sowie hinsichtlich ihrer Transformation in Formular-, Bild- und Zahlensprachen. Sie betrachten medizin- und sprachhistorische sowie bild- und kommunikationstheoretische Aspekte für den Zeitraum vom 14. bis zum 20. Jahrhundert.
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Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin: Zur Einführung

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“One cannot not communicate” – diesem berühmten Diktum von Paul Watzlawick folgend, so unsere Grundüberlegung bei der Einladung nach Magdeburg im September 2013, sollte es möglich sein, speziell auf dem Feld der Medizin und Gesundheitsversorgung nach den materiellen Kommunikationsgegenständen im Sinne von Sprachen zu fragen. Die Medizin etabliert in Diagnose und Therapie, Wissenschaft und Forschung, Aus- und Weiterbildung Kommunikationszusammenhänge und ist damit auf Sprachen angewiesen, die Gegenstand der Untersuchung – und schließlich als Forschungsergebnisse ihrerseits im Medium der Sprache wiederum ausgetauscht werden können. Kontexte der Kommunikation und ihre Sprache unterliegen historischen Veränderungen. Die Zustände des Menschen zwischen „gesund“ und „krank“ wurden und werden berichtet, ergründet und kommuniziert. Dies geschieht etwa in Anamnese und Katamnese mittels Erzählungen der kranken und behandelten Menschen an die Behandelnden, die in medizinische Diagnosen und therapeutische Handlungsanweisungen übersetzt werden. Es geht dabei für die Behandelten um die Übersetzung eines in der Regel persönlichen und akuten Leidenszustandes in Worte, die an eine Ärztin oder einen Arzt gerichtet werden; sodann um die Übersetzung dieses Berichts in eine passende Stelle des medizinischen Wissensbestandes, was schließlich medizinisch plausible Erklärungen einer Leidensursache (nicht jedoch des Leidens selbst!) sowie eine pragmatische Vorgehensweise hinsichtlich der Behandlung dieser Leidensursache ermöglichen soll. Bereits an dieser idealtypisierend vereinfachenden Kommunikationssituation wird deutlich, dass sowohl auf der Seite der medizinischen Wissensbestände und der dazu gehörigen sprachlichen Konventionen, als auch auf der Seite der außerhalb der Medizin in den nat...

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